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Serkan Tören: "Ich habe keine Angst"

Serkan Tören (FDP) (Foto: oh)

Hetzvideo: Rapper Bushido attackiert FDP-Politiker Serkan Tören


tp. Stade. Wer so etwas nötig hat, braucht offenbar dringend die Aufmerksamkeit der Medien: Mit einer billigen Hetzkampagne gegen deutsche Politiker versucht der umstrittene Rapper Bushido (34), sich ins Rampenlicht zu rücken. In dem Video „Stress ohne Grund“, das vor wenigen Tagen im Internet auf Youtube zu sehen war, attackierte Bushido unter anderem den FDP-Bundestagsabgeordneten Serkan Tören (40) aus Stade. Der türkischstämmige Rechtsanwalt Tören erstattete gegen Bushido Strafanzeige, die der Staatsanwaltschaft Anfang der Woche zugestellt wurde.
"Ich will, dass Serkan Tören ins Gras beißt“, lautet eine Textzeile in dem rund eine Million Mal angeklickten Videoclip. Auf Betreiben Törens soll der Staatsanwalt Unterlassungsansprüche gegen Bushido prüfen. Youtube hat das Video inzwischen zensiert.
Das Skandalvideo enthält auch verbale Angriffe gegen Grünen-Chefin Claudia Roth und den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD): „Ich schieß' auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz“ und „Du Schwuchtel wirst gefoltert“, heißt es in dem Song.
Auf WOCHENBLATT-Nachfrage sagte Tören, der derzeit im Urlaub ist, er habe keine Angst, mache sich aber Gedanken. Es reiche schließlich ein Verrückter, der das Video ernst nehme, so Tören. Und: "Bushido hat eine Grenze überschritten."
Tören war mit dem Berliner Rapper aneinander geraten, als er ihn aufforderte, seinen vom Burda-Verlag verliehenen Integrations-"Bambi" zurückzugeben. Zuvor war bekannt geworden, dass Bushido Verbindungen zu einem mutmaßlich kriminellen libanesischen Clan haben soll.
Möglicherweise treffen sich Tören und Bushido demnächst bei einem gemeinsamen TV-Auftritt. Beide haben eine Einladung zur ZDF-Talkshow mit Markus Lanz.
Laut Medienberichten steckt Bushido in einem Karrieretief: Von seinem aktuellen Album wurden weniger als 50.000 CDs abgesetzt. Zu Hochzeiten waren es bis zu fünfmal so viele Tonträger. Auch der Absatz von Konzerttickets ist rückläufig.