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"Sie sollen sich integrieren"

Ali Yildiz, Vorstand der "Türkischen Gemeinde Stade"

Start der Einbürgerungsoffensive in Bützfleth / Sprechstunden und Sprachkurse

tp. Bützfleth. "Sie sollen sich integrieren, Kurse belegen und Deutsch lernen." Klare Forderungen stellt Ali Yildiz (39) an Einwanderer und deren Nachkommen in der Stadt und dem Landkreis Stade. Ali Yildiz, gebürtiger Türke mit deutschem Pass aus Stade-Bützfleth, wurde kürzlich neu in den geschäftsführenden Vorstand des Vereins "Türkische Gemeinde Stade" (TGS) gewählt. Gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Osman Can, Ratsherr der Stadt Stade, will er die Arbeit der "Türkischen Gemeinde" von der Einwanderer-Beratung bis zu Angeboten zur Integration für Menschen jeder nationaler Herkunft intensivieren. Dazu startet die "Türkische Gemeinde" jetzt eine Einbürgerungsoffensive.

Ali Yildiz selbst ist voll integriert. Der verheiratete Vater von drei Kindern (10, 12, 14) besuchte das Wirtschaftsgymnasium, lernte dann Industriemeister und arbeitet heute als Projektingenieur bei Airbus. Yildiz kam im Alter von einem Jahr nach Deutschland und wuchs mit sechs Geschwistern in Bützfleth auf. "Meine Kindheit verlebte ich im typischen Gastarbeitermilieu", sagt Yildiz. Die Familie wohnte unter anderem in dem Bützflether Multi-Kulti-Quartier am Mühlenweg. Yildiz' Vater (68), der Arbeiter in der Aluminiumindustrie war, und die inzwischen verstorbene Mutter besaßen nach seinen Angaben nur unzureichende Deutschkenntnisse. Das, so bedauert Yildiz, sei leider auch heute noch bei nicht wenigen ausländischen Mitbürgern so. Nach Beobachtungen von Ali Yildiz, der seit 2007 deutscher Staatsangehöriger ist, gehören tendenziell niedrigere Bildungsabschlüsse und eine höhere Arbeitslosigkeit zu den Problemen von Ausländern in der Region. Mit der neuen Einbürgerungsoffensive soll das nun anders werden: "Wir werden helfen, wo wir können", verspricht Ali Yildiz.

Die "Türkische Gemeinde Stade" und die "Soziokulturelle Arbeitsgemeinschaft im Landkreis Stade" ("Sozial"), ein Dachverband von Migranten und Organisationen, die sich für ein friedliches Miteinander engagieren, laden am Samstag, 15. Juni, um 15 Uhr, zum offiziellen Start der Einbürgerungsoffensive ins Dorfgemeinschaftshaus in Bützfleth ein. Ausländer werden darüber informiert, wie sie sich bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes einbringen können. Zudem werden Angebote wie Beratungssprechstunden für Migranten, Deutschkurse und berufliche Qualifizierungen, etwa in der Altenpflege, vorgestellt.

Mit dabei sind Sönke Hartlef, Bürgermeister von Bützfleth, Silvia Nieber, Bürgermeisterin von Stade, Uwe Merckens, Grünen-Ratsherr in Stade sowie Oliver Kellmer, SPD-Ratsherr in Stade und Bundestagskandidat.
www.sozialev.de. Eine Homepage der TGS sowie ein Internetauftritt bei "Facebook" sind im Aufbau.