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Skepsis gegenüber Fäll-Plänen

Hartmut Schröder bittet die Verantwortlichen, die Fällung der alten Eiche zu überdenken

Eiche soll weichen: Naturfreund appelliert an ökologisches Bewusstsein

tp. Stade. Mit Skepsis betrachtet Naturfreund Hartmut Schröder (69) aus Stade die von der Stadt genehmigte Baumfällung an der Straße "Am Schäferstieg". Auf Betreiben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Stade, an deren Grundstücksgrenze die alte Eiche steht, soll der grüne Riese am Samstag 21. Dezember, fallen. Die IHK begründet den Antrag damit, dass der Baum ein hohes Risiko für Verkehrsteilnehmer darstelle.

Beim jüngsten Herbststurm "Xaver" seien laut Kammer Äste und Zweige aus der Krone des betagten Baumes gefallen, der direkt am Bürgersteig steht. Anwohner Hartmut Schröder legt gegen das Vorhaben sein Veto ein: "Mir ist nicht aufgefallen, dass nach dem Orkan nennenswerte Mengen Holzstücke oder dickere Äste auf der Straße gelegen haben."

Er schließt nicht aus, dass die Kammer den Baum auf diese Weise loswerden will und appelliert an das ökologische Bewusstsein der Verantwortlichen bei der Stadt. Schröder begrüßt zwar die für kommendes Frühjahr angekündigten Ersatzpflanzungen. Doch ein junger Baum brauche viele Wachstumsjahre, bis er den selben Nutzen als Schatten- und Sauerstoffspender erbringe wie die mächtige alte Eiche.

• Bis WOCHENBLATT-Redaktionsschluss ging von der Stadtverwaltung keine Stellungnahme zu dem Fall ein. Zur Fäll-Saison im Winter erreichen unsere Zeitung gehäuft Beschwerden über die aus Sicht von Laien ungerechtfertigten Baumfällungen. Oft stellt sich jedoch heraus, dass äußerlich vital wirkende Bäume von schädlichen Pilzen befallen oder innen hohl sind und dadurch drohen, umzustürzen.

• Für die Fällung wird der "Schäferstieg" gesperrt. Ab Mittwoch, 18. Dezember, wird eine Parkverbotszone eingerichtet.