Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Sparzwang im Stader Rathaus

Den Mitarbeitern im Rathaus steht laut Bürgermeisterin Silvia Nieber "eine Arbeitsverdichtung" bevor

Politik friert Personalkosten in der Verwaltung auf 24,23 Millionen Euro ein


tp. Stade.
Die Politik hat der Verwaltung im Stader Rathaus einen Sparzwang auferlegt. Unter anderem wurden für das kommende Jahr die Personalkosten, die nach der Kreisumlage den größten Haushaltsposten darstellen, auf maximal 24,23 Millionen Euro eingefroren. Hintergrund der Ansage, die der Verwaltungsausschuss auf seiner jüngsten, nicht öffentlichen Sitzung Anfang der Woche dem Rathaus-Team um Bürgermeisterin Silvia Nieber machte, sind die angeschlagene Finanzlage mit einer historischen Neuverschuldung (das WOCHENBLATT berichtete) und wohl auch Extraausgaben von rund 3 Millionen Euro für den Parkhausneubau am Pferdemarkt.

Die Bürgermeisterin wittert durch das Spardiktat die Gefahr einer Schwächung der Schlagkraft der Verwaltung, der „eine Arbeitsverdichtung“ bevorstehe. Eine mögliche Folge seinen längere Wartezeiten im Einwohnermeldeamt. Nicht von den Einschränkungen betroffen seien die Bereiche „Bürger im Dienst“, Feuerwehr, Schulen und Kindertagesstätten, wo dringender Personalbedarf nach Erziehern und Sozialassistenten herrsche.

Um Geld zu sparen, soll zudem der Kulturentwicklungsplan und der Sportstättenentwicklungsplanung aufgeschoben werden.

Bei Straßen- und Brückenbauvorhaben hat die Politik einen wachsamen Blick auf größere Aufwendungen: Ab einem Bauvolumen von 200.000 Euro muss die Verwaltung mit der Politik Rücksprache halten, wie Stadtbaurat Lars Kolk in einem Pressegespräch mitteilte.

Eine gute Nachricht hat Lars Kolk für die Bewohner der Heidesiedlung. In dem Neubaugebiet steht der Straßenausbau inklusive Beleuchtung an: „Im nächsten Winter ist es dort hell.“ Das betreffe auch die angrenzende Harsefelder Straße, wo die Beleuchtung optimiert wird: Anwohner hatten sich im Rahmen der Kampagne „WOCHENBLATT mischt sich ein“ über Gefahren durch schlechte Sicht auf dem Rad- und Fußweg neben der vo9m Kraftverkehr stark frequentierten Fahrbahn beschwert.

Auch der ehemalige Festplatz Harburger Straße soll im Jahr 2018 in den Endausbau gehen, sobald die Restgrundstücke vermarktet sind.