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SPD-Fraktionschef kritisiert Bürgerinitiative in Ottenbeck

Kai Holm (SPD)
bc. Stade. Die Bürgerinitiative „Zukunft Ottenbeck“ fühlt sich abermals genötigt, auf einen Artikel im WOCHENBLATT Stellung zu nehmen. In einem Nachbericht zu der von der BI organisierten Demonstration gegen die ihrer Ansicht nach ungerechte Flüchtlingsverteilung auf die Stadtteile (das WOCHENBLATT berichtete) wurde ein Passant zitiert, der sich verwundert zeigte, dass ausgerechnet Spätaussiedler nun Stimmung gegen Flüchtlinge machen.

Die BI schreibt dazu unter anderem: „Wir sind nicht gegen Flüchtlinge und nicht gegen eine Unterbringung in unserem Stadtteil. Wir sind für die Aufnahme von Flüchtlingen, fordern aber auch die Einhaltung des Grundsatzes einer dezentralen Unterbringung.“ Der Protest richte sich nicht gegen Flüchtlinge, sondern gegen die Stadtverwaltung. Bei der Demo seien zudem nicht nur Spätaussiedler anwesend gewesen, sondern ein nicht unerheblicher Teil Bürger anderer Herkunft.

SPD-Fraktionschef Kai Holm zeigt Verständnis für die Bedenken der BI: „Ich kann nachvollziehen, dass es in Ottenbeck ein mulmiges Gefühl angesichts der Aussicht gibt, demnächst rund 200 Schutzsuchenden Unterkunft zu gewähren.“ Niemand könne vorhersagen, wie reibungslos dieses Zusammenleben klappt. Klar sei aber doch auch, so der SPD-Mann, dass an manchen Stellen im Stadtgebiet mehr Unterbringungsmöglichkeiten seien als an anderen. Holm: „Daher kann der akute Bedarf nicht immer einen Proporz berücksichtigen.“ Dezentrale Unterbringung bleibe erklärtes Ziel. Eine pauschale Schelte Richtung Stadtverwaltung sei indiskutabel, da sich wöchentlich neue Sachverhalte ergeben und schnell gehandelt werden müsse.