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Stade: Quo vadis Kultur?

Peter Kühn, künstlerischer Leiter der Seminarturnhalle, ist gegen einen teuren Kulturentwicklungsplan
bc. Stade. Braucht die Hansestadt Stade einen Kulturentwicklungsplan? Um diese Frage ging es im jüngsten Kulturausschuss. Bernward Tuchmann, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (Inthega), hielt in seinem Vortrag ein Plädoyer für einen solchen Plan, dessen Erstellung laut seinen Angaben zwischen zwölf und 18 Monate dauern kann und ca. 20.000 bis 90.000 Euro kosten kann. „Es geht darum, was wir besser machen können. Aber dafür brauchen wir erst einmal eine Grundlage“, so Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD). Es gebe in Stade einige „Rohdiamanten“, die man gemeinsam besser schleifen müsse.
Die Politik positionierte sich im Ausschuss größtenteils für einen Kulturentwicklungsplan - auch wenn es nicht zur Abstimmung kam. Kritische Stimmen kamen von SPD-Frau Martina Bredendiek, die vor den hohen Kosten zurückschreckte. Auch Peter Kühn, künstlerischer Leiter der Seminarturnhalle und beratendes Mitglied im Kulturausschuss, hält von einem teuren Plan wenig. Ihm wäre es
lieber, einen Workshop der in Stade tätigen Kulturschaffenden ins Leben zu rufen, um einfache Probleme wie häufiger auftretende Terminkollisionen zu vermeiden. Das Geld könne besser genutzt werden, um konkrete Projekte vorantreiben. Das vorhandene Potenzial müsse besser gefördert werden.
Bevor es zu einer Entscheidung kommt, können sich die Politiker nun in den Fraktionen zum Plan beraten. Nieber: „Wir machen das in Ruhe.“