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Stade: Verwaltung beharrt auf Gebühren am Samstag

bc. Stade. Parken direkt in der Stader Innenstadt oder in der Nähe der Altstadt - ein Thema mit hohem Nervfaktor, das viele Bürger beschäftigt (siehe Artikel Seite 3). Wie berichtet, hat eine Arbeitsgruppe im Rathaus ein neues Parkkonzept ausgearbeitet, das teilweise von „Stade aktuell“ als Interessenvertretung der Kaufmannschaft kritisiert wurde.
Im jüngsten Finanzausschuss stellte die Stadt nun ein überarbeitetes Konzept vor, in dem einige Verbesserungsvorschläge übernommen wurden, ein paar Streitthemen aber bestehen bleiben. SPD-Fraktionschef Kai Holm: „Wie wir es machen, machen wir es verkehrt. Haue bekommen wir immer.“
Die von „Stade aktuell“ gewünschten Änderungen, was die Vorverlegung des Nachttarifs um eine Stunde auf 20 Uhr in der Parkgarage am Sande und im neuen Parkhaus am Pferdemarkt und die Zusammenführung der Parkzonen 1 und 2 (innerhalb des Altstadtrings und unmittelbar angrenzend) angehen, sieht die Stadtverwaltung unkritisch.
Anders ist es bei der geplanten Abschaffung des kostenlosen Parkens am Samstag für oberirdische Stellplätze. Die Stadt sagt: In 99 von 100 vergleichbaren Städten in Deutschland kosten Parkplätze samstags Gebühren. Für die Verwaltung sei die Bewirtschaftung am Samstag eine Gegenfinanzierung für die erste Stunde kostenloses Parken in den Parkhäusern am Sande und am Pferdemarkt.
Den Kaufleuten ist genau der Punkt besonders wichtig: „Wir sollten nicht die einmalige Chance leichtfertig vergeben, auf ein Alleinstellungsmerkmal zu verzichten“, so Thomas Schomaker von „Stade aktuell“. Kostenloses Samstagsparken müsse zunächst für ein Jahr bestehen bleiben. Aber auch die Einführung einer Stundentaktung - statt der 20-Minuten-Taktung - und der Verzicht auf eine Höchstparkdauer sind Positionen von „Stade aktuell“, die bei der Stadt auf Kritik stoßen.
Derweil arbeitet die Kaufmannschaft an einem Umsatz-Bonus-System, bei dem z.B. mit Hilfe der „Stade Card“ Parkrabatte gewährt werden könnten.
Zu einer Entscheidung konnte sich der Finanzausschuss in der vergangenen Woche nicht durchringen. Das Parkkonzept wurde ohne Beschlussempfehlung an den Verwaltungsausschuss weitergereicht.
• Die ebenfalls gewünschte Einbeziehung des „Kaufland“-Parkhauses in das Gesamtkonzept stößt auf Ablehnung bei „Kaufland“.