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Stade: Viele Fragezeichen beim Parkhaus-Bau

Dort, wo längst die Bauarbeiten im vollem Gange sein sollten, klafft eine große Lücke (Foto: bc)
bc. Stade. Es bleibt dabei. Zum derzeit am meisten unter den Nägel brennendem Thema in der Stader Altstadt, dem Parkhaus-Bau, gibt es aus dem Rathaus keine belastbaren Aussagen - auch nach Ablauf einer möglicherweise entscheidenden Frist.
Bis vergangenen Montag mussten interessierte Unternehmen sogenannte letztverbindliche Angebote abgeben. Die spannende Frage, ob überhaupt ein Unternehmen oder wie viele Firmen passende, auch preislich akzeptable Angebote abgegeben haben, beantwortet Stadtbaurat Lars Kolk jedoch nicht: „Es herrschtestrikte Geheimhaltung“, so Kolk.
Aus gutem Grund. Denn das Vergabeverfahren für Aufträge der öffentlichen Hand ist streng. Und: Zunächst will Kolk die Politik am 21. August im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss informieren. Dann erst soll die weitere Marschroute verkündet werden.
Wie berichtet, wurde die Stadt nach erfolgloser europaweiter Ausschreibung in die Lage versetzt, auf weitgehend nationaler Ebene ein Verhandlungsverfahren zu starten. 50 bis 60 potenziell interessierte Bauunternehmen - auch im benachbarten Ausland in Skandinavien und in den Benelux-Staaten - versuchte die Stadt anzusprechen. Mit rund 20 wurden vertiefende Gespräche geführt. Unternehmen konnten sogenannte indikative Angebote abgeben, also erste unverbindliche Angebote, auf deren Grundlage weiterverhandelt wurde. Bis jetzt. Seit Montag sollte die Stadt verbindliche Angebote auf dem Tisch haben - sofern denn brauchbare eingegangen sind.
Im schlechtesten Fall müsste es die Stadt selbst machen. Weil die Investition in ein neues Parkhaus einen sogenannten Schwellenwert von ca. fünf Millionen Euro überschreitet, müsste die Stadt die einzelnen Gewerke europaweit ausschreiben. Der Vorteil wäre sicherlich, dass Planung, Koordination und Beaufsichtigung der Baustelle im Rathaus in einer Hand lägen. Der Nachteil: Auch hierbei besteht natürlich die Gefahr, dass sich kein Unternehmen finden lässt oder die Ausschreibung aufgehoben werden muss, weil Firmen in Zeiten boomender Baukonjunktur Mondpreise aufrufen. Es bleibt spannend