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Stade: WLAN soll noch in diesem Jahr kommen

Richard Klaus, Kreisvorsitzender der Piraten (Foto: archiv)
bc. Stade. Noch in diesem Jahr will die Stadtverwaltung ein flächendeckendes WLAN-Netz in der Innenstadt vom Bahnhof durch die Fußgängerzone bis zur Tourist-Information an der Hansestraße installieren. Ein Sprecher der Stadt sagt dazu: „Die Ausschreibung und Vergabe soll in diesem Jahr erfolgen, die Umsetzung nach Möglichkeit ebenso.“ Das Ausschreibungsverfahren werde hinsichtlich der Technik neutral erfolgen. Die Ortschaften werden bezüglich der Standorte - und gegebenenfalls der Anzahl - der Hotspots beteiligt.
Die Piratenpartei mit ihrer von Haus aus internet-affinen Zielgruppe begrüßt die Entwicklung - allerdings mit Einschränkungen. „Der Schritt geht in die richtige Richtung, ist aber nicht zielführend“, sagt Richard Klaus, Kreisvorsitzender der Piraten Stade. Hotspots könnten nur in einem Umkreis von maximal 100 Meter einen kostenlosen Zugang zum Internet ermöglichen.
Die Piraten bevorzugen dagegen das Freifunk-Konzept, bei dem schon vorhandene Infrastrukturen genutzt werden könnten. Klaus: „Durch die Beteiligung von Einwohnern und Geschäftsinhabern ist eine flächendeckendere Versorgung mit WLAN möglich.“ Nach nur einem Login verbinden sich die mobilen Geräte mit jedem in Reichweite befindlichen Freifunk-Router des Netzes, ohne dass eine erneute Anmeldung notwendig sei. „Um einen größeren Teil der Stadt mit WLAN zu versorgen, ist es lediglich notwendig, viele kleine preiswerte Geräte in öffentlichen Einrichtungen oder Café und Geschäften aufzustellen.
Zum Hintergrund: Freifunk ist unabhängig vom vorhandenen Telefonanbieter. Jeder, der über einen Internetzugang eines beliebigen Anbieters verfügt, kann mit dem Anschluss eines extra Freifunk-Routers an dem Projekt teilnehmen. Das Prinzip: Jeder Nutzer im Freifunk-Netz stellt seinen WLAN-Router für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. Je mehr Freifunk-Router desto besser die Netzabdeckung. Die Router kommunizieren miteinander, bilden ein eigenes Netz. Ein gutes Beispiel für die Kooperation von Stadt und Freifunk sei Arnsberg in Nordrhein-Westfalen, so Richard Klaus. In Stade ist bereits eine Flüchtlingsunterkunft in Wiepenkathen ans Freifunk angeschlossen.