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Stade: Zustimmung für Sportstättenentwicklungskonzept

Carsten Brokelmann (Foto: archiv)
bc. Stade. Die Politik hat sich im jüngsten Ausschuss für Schulen, Bildung und Sport der Hansestadt Stade einstimmig für die Erstellung eines Sportstättenentwicklungskonzept ausgesprochen. Ziel ist es, Interessen von Vereinen und Schulen besser zu koordinieren. „Dass die Absprache zwischen Sportvereinen und Schulen klappen kann, hat die Flüchtlingssituation gezeigt, als teilweise drei Sporthallen gesperrt wurden und Trainings- und Punktspielzeiten abgestimmt werden mussten“, sagte Carsten Brokelmann im Ausschuss.
Der Fraktionschef der Wählergemeinschaft, gleichzeitig Präsident des VfL Stade, hatte den entsprechenden Antrag an die Verwaltung zur Erstellung eines Konzeptes schon im vergangenen Herbst gestellt. Dass die Stadt derzeit über den Standort für ein mögliches neues Schulzentrum inklusive einer neuen großen Sporthalle diskutiert (das
WOCHENBLATT berichtete), ist nun eine glückliche Fügung.
Allerdings könnte es sein, dass die Verwaltung aus Zeitgründen mit den Planungen für die neue Sportstätte beginnen muss, bevor das abgestimmte Konzept fertig ist, betonte der Erste Stadtrat Dirk Kraska im Ausschuss. Ein solches Konzept zu entwickeln, dauere zwei Jahre und koste zwischen 70.000 und 90.000 Euro, so Kraska. Er bezog sich dabei auf Daten aus Buxtehude, die ebenfalls ein solches Konzept im Rahmen einer Bürgerbefragung erstellen ließen. Zudem binde die Begleitung der Konzepterstellung eine komplette Personalstelle im Rathaus, so Kraska.
Für den Antragsteller ist das zunächst kein Problem: „Ich denke, dass wir für die inhaltliche Arbeit keine große Begleitung durch die Verwaltung brauchen“, so Brokelmann. Pro Themenfeld (Hallen, Sportplätze, Schwimmbäder und Wassersportanlagen) könnte eine Arbeitsgruppe gebildet werden. „Das Interesse muss ja bei den Schulen und Vereinen liegen, ein solches Konzept zu entwickeln“, so Brokelmann.
Zunächst soll sich nun die Verwaltung beim Kreissportbund um eine entsprechende Bezuschussung und um externes Know-how bemühen. 10.000 Euro haben die Ausschussmitglieder einstimmig in den Haushaltsplanentwurf einstellen lassen, um das Projekt anzuschieben. Möglicherweise, so Brokelmann, könnte im Haushalt 2018 über die Schaffung einer halben Stelle im Rathaus nachgedacht werden.
Wichtig wird neben dem Schul- und Vereinssport auch sein, dass der Breitensport - vor allem der Gesundheitssport mit dezentralen Raumangeboten - sowie offene Angebote in dem Konzept Berücksichtigung finden. Beispiel: Bolzplätze, Basketballkörbe und Beachvolley-Felder, die Sportler auch ohne Vereinszugehörigkeit benutzen können.