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Stader Tafel erhält Geld von der Stadt

6.000 Euro: Knappe Mehrheit für Zuschuss

bc. Stade. Die Stader Ratsversammlung hat mit einer knappen Mehrheit von 21 Ja-Stimmen bei 40 anwesenden Ratsmitgliedern entschieden, der Stader Tafel für die Jahre 2018 und 2019 einen städtischen Zuschuss von jeweils 6.000 Euro zu gewähren. So sah es ein SPD-Antrag vor.
Die Diakonie braucht das Geld, um eine dringend benötigte Koordinatorin für die vielen ehrenamtlichen Helfer einzusetzen. Die CDU-Fraktion stimmte auch im Rat gegen diese Form der Bezuschussung. Wie berichtet, hatte sie es bereits im Sozialausschuss abgelehnt, Personalkosten der Kirche zu übernehmen. (das WOCHENBLATT berichtete)
Der neue Vorschlag der Christdemokraten lautete stattdessen, der Tafel einen Sachkosten-Zuschuss in Höhe von 6.000 Euro einmalig für das Jahr 2018 zu gewähren. Für die Folgejahre hätte die Tafelführung neue Anträge stellen können. "Natürlich ist uns die Arbeit der Tafeln wichtig, aber wir können nicht erkennen, warum wir Personalkosten bezuschüssen müssen", sagte Fraktionschefin Kristina Kilian-Klinge. Die CDU beruft sich dabei auf die erst vor Kurzem neu beschlossene Zuschuss-Richtlinie der Stadt, die eine institutionelle Förderung nicht vorsieht, dafür soll projektbezogen gefördert werden.
Für die SPD ist angesichts der steigenden Nachfrage bei der Tafel eine Ausnahme von der Richtlinie gerechtfertigt. Ob nun Personal- oder Sachkosten - letztlich sei das doch egal, fand SPD-Mann Kai Holm: "Es geht um die Hilfe für hungernde Menschen."