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Startschuss für die Freie Schule

Vorstandsmitglieder des Vereins "Lernräume" vor dem Steinmetzhaus (v. li.): Iris Lorenz, Kerstin Ebel, Annemarie Scherb, Manuela Mahlke-Göhring und Susann Bontrup (Foto: Verein Lernräume)

Selbstbestimmtes Lernen im Steinmetzhaus in Himmelpforten ab August


tp. Himmelpforten.
Im Spätsommer fällt der Startschuss für die erste Freie Demokratische Schule im Landkreis Stade: Die von Mitgliedern des seit dem Jahr 2016 bestehenden Vereins "Lernräume" gegründete Privatschule nimmt am Einschulungstermin, Freitag, 10. August, den Betrieb im Steinmetzhaus in der Ortsmitte von Himmelpforten auf.
Laut der Ersten Vorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeisterin von Himmelpforten, Manuela Mahlke-Göhring, beginnt der Unterricht an der Grund- und Oberschule mit knapp zwei Dutzend Schülern mit und ohne Handicap. Der Mietvertrag mit dem Besitzer des Steinmetzhauses, Sascha Krause (Schwimmbad-Technik Hammah), stehe kurz vor der Unterzeichnung.
In dem historischen Backsteinbau, der zuvor der Bethel-Stiftung gehörte, muss wegen Brandschutzauflagen u.a. noch eine Decke eingebaut werden. Auf ca.140 Quadratmetern im Erdgeschoss stehen insgesamt acht Räume - darunter zwei Klassezimmer für den jahrgangsübergreifenden Unterricht in der Grundschule (erste bis vierte Klasse) sowie in der Oberschule (Jahrgänge fünf bis zehn) - zur Verfügung. Beim Trägerverein erwartet man in Kürze die Genehmigung der Landesschulbehörde in Lüneburg.
An der Schule arbeiten künftig zwei Lehrerinnen mit zweitem Staatsexamen in Teilzeit. Zudem gehören drei Quereinsteigerinnen, davon zwei in Teilzeit, und eine Lernbegleiterin in Vollzeit mit Erfahrung an Waldorf- und Montessorischulen, zum neuen Kollegium.
Die Freie Demokratische Schule ist anerkannte Stelle für den Bundesfreiwilligendienst und hat hierfür zwei Stellen zu vergeben. "Außerdem ist eine halbe Erzieherstelle noch offen", sagt Mahlke-Göhring.
Kürzlich hat der Verein im Rahmen der Aktion: "Das macht Schule" 14 Laptops für den Unterricht gespendet bekommen. Die Rechner wurden jüngst beim Kennenlerntreffen (das WOCHENBLATT berichtete) ausprobiert.
An der Freien Demokratische Schule steht selbstbestimmtes Lernen im Mittelpunkt. "Sie soll ein Ort sein, an dem sich junge Menschen alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeitenfür ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben aneignen", so Mahlke-Göhring. "Hier werden Kinder und Jugendliche so angenommen, wie sie wirklich sind. Und sie werden unterstützt, ihr volles Potenzial zu entfalten."
Das Programm ist vielfältig: Geplant ist z.B. die Teilnahme an einem Google-Projekt. Und die Schulbetreiber wollen einen "Energie-Bauwagen" für naturwissenschaftliche Projekte ausrüsten.
Die Monatsbeiträge an der Privatschule, an der Kinder die Mittlere Reife und den Hauptschulabschluss erwerben können, liegen je nach Einkommen der Eltern zwischen 100 und 350 Euro pro Kind.
Infos und Anmeldung unter www.lernraeume-ev.de