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Steinkirchen: Rathaus soll zur Kita werden

Hoffen, dass im Herbst zwei neue Krippengruppen im alten Rathaus eröffnen: Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch (v.li.), Verwaltungsmitarbeiterin Henrike Lühders und Hauptamtsleiter Tim Siol (Foto: lt)
lt. Steinkirchen. Als "back to the roots", also "zurück zu den Wurzeln" bezeichnet Lühes Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch die Pläne der Verwaltung, im alten Rathaus in Steinkirchen eine Kita einzurichten, sobald die Verwaltung im Sommer in den Neubau in der Ortsmitte umgezogen sein wird. Schließlich sei das Gebäude ursprünglich mal eine Schule gewesen. Die vier ehemaligen Klassenräume im Erdgeschoss hätten mit je 50 bis 55 Quadratmetern die optimale Größe für die Nutzung als Betreuungsräume.
Grünes Licht für den Umbau habe es auch von der Landesschulbehörde in Lüneburg gegeben, so Gosch. Jetzt soll möglichst schnell ein Bauantrag auf den Weg gebracht werden, damit noch in diesem Herbst zwei Krippengruppen eröffnen können, beschreibt Gosch das "sportliche" Ziel der Verwaltung.
Die Politik müsse dann entscheiden, ob zu Sommer 2019 noch eine Elementargruppe und ein Hort oder zwei Elementargruppen ohne Hort ins alte Rathaus einziehen, so Gosch.
Hauptamtsleiter Tim Siol weist darauf hin, dass es laut Einschätzung der Landesschulbehörde womöglich sinnvoller wäre, zwei Elementargruppen zu haben, da die Kinder dann ohne weiteres in der Einrichtung von der Krippe in den Kindergarten wechseln können. Ein Hort sei sinnvoller in direkter Schulnähe.
Fest steht, dass der oberste Bereich im hinteren Teil des alten Rathaus, wo sich derzeit das Bauamt befindet, komplett stillgelegt wird. Mitgenutzt wird dagegen das jetzige Büro des Samtgemeinde-Bürgermeisters und der Ratssaal sowie das komplette Erdgeschoss. Der Haupteingang wird in den Mitteltrakt verlegt, der jetzige Eingang wird zum Fluchtweg. Außerdem müssen die Sanitäranlagen großzügig umgebaut und das Außengelände umgestaltet werden. Die Haustechnik können erhalten bleiben, so Gosch.
Die geschätzten Kosten für den Umbau belaufen sich auf ca. 700.000 Euro. Eine günstige Lösung im Vergleich zu einem Neubau, der rund 1,6 Mio. Euro kosten würde, so Gosch. Im Haushalt seien bereits Mittel in Höhe von 800.000 Euro für eine Umnutzung des alten Rathauses vorhanden. Die müssten nun umdeklariert werden.
Wie berichtet, war ursprünglich geplant, die Bücherei und das Jugendzentrum im alten Rathaus unterzubringen. Auch ein Verkauf des Gebäudes stand zur Debatte. Doch es habe keine ernst zu nehmenden Kauf-Angebote gegeben, sagt Gosch. Unter anderem habe jemand das Gebäude als Spielhalle nutzen wollen.
Für die Bücherei gebe es bereits andere Ideen, die aber noch nicht spruchreif seien. Angedacht sei aber, die Nähe zur Schule zu erhalten. Für die Räume des Jugendzentrums habe die Samtgemeinde einen unbefristeten Mietvertrag und alles bleibe dort vorerst so wie es ist, sagt Gosch.

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