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Stellungnahme zum geplanten Edeka-Markt: Bürgermeister aus Lühe sind auf Zinne

Inge Massow-Oltermann und Timo Gerke stehen hinter dem geplanten Edeka-Markt an der Grenze zwischen Grünendeich und Hollern-Twielenfleth (Foto: archiv)
lt. Steinkirchen/Grünendeich. Inge Massow-Oltermann und Timo Gerke sind auf Zinne. Die Bürgermeisterin aus Grünendeich und der Bürgermeister von Hollern-Twielenfleth wundern und ärgern sich über eine Stellungnahme der Gemeinde Steinkirchen zum geplanten Edeka-Markt in Sietwende/Sandhörn. Darin werden Bedenken gegen den Standort des Verbrauchermarktes geäußert.
Es stehe zu befürchten, dass sich der Markt negativ auf den zentralen Versorgungsbereich in Steinkirchen auswirke. Kritisiert wird in der Stellungnahme zudem, dass die Gemeinde Steinkirchen nicht nicht in eine Prüfung alternativer Standorte einbezogen worden sei.
"Das kam für uns völlig überraschend, direkt hat uns vorher niemand angesprochen", sagt Inge Massow-Oltermann. Gleichwohl habe sie das Gefühl, dass aus Richtung Steinkirchen schon vorher immer wieder Seitenhiebe gegen die Supermarkt-Planung ausgeteilt wurden - allerdings immer "hintenrum und nie direkt", so Massow-Oltermann.
Das gleiche Gefühl hat auch Timo Gerke. Wie berichtet, hat er die die Planungen überhaupt erst ins Rollen gebracht und in den vergangenen Jahren einen Investor aufgetan sowie das Grundstück in Grünendeich ins Gespräch gebracht, das inzwischen dem Investor gehört. In Hollern-Twielenfleth gab es keine passenden Grundstücke.
Gegen die Aussage, dass Steinkirchen den Edeka nicht wolle, wehrt sich Bürgermeisterin Sonja Zinke auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Das Thema sei sehr komplex und bewege sie sehr. Nichts liege der Gemeinde ferner, als anderen "in die Suppe zu spucken", so Zinke.
Sie befürchtet, dass mit dem Bau eines Supermarktes vier Kilometer von Steinkirchens Zentrum entfernt, ein zweites Zentrum geschaffen werde. Sie fragt sich, warum die Gemeinden sich nicht auf das vorhandene Zentrum konzentrieren können, um so ein Zusammenwachsen zu fördern. Auch sollten die Sorgen der Gewerbetreibenden ernst genommen werden, sagt Zinke. Dabei gehe es nicht nur um den Rewe-Markt, der gerne für die Argumentation heran gezogen werde. Den häufig geäußerten Vorwurf, dass der Markt zu teuer sei oder es dort zu wenig Auswahl gebe, könne doch gerne einmal mit der Marktleitung besprochen werden, schlägt Zinke vor.
Eine Konkurrenz zum Rewe dürfe aber auf keinen Fall auf Kosten der vielen kleinen Geschäfte und Hofläden in der Samtgemeinde gehen.
Alle Stellungnahmen liegen nun beim Planer und werden geprüft.