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Studie zur Bevölkerungsentwicklung: Landkreis will Kommunen zum Nachdenken anregen

lt. Stade. Weniger Kinder als jetzt, aber dafür mehr alte Menschen werden 2025 im Landkreis Stade leben. Das ist das Ergebnis der von der Kreisverwaltung in Auftrag gegebenen "Bevölkerungsvorausberechnung 2025 für den Landkreis Stade". Die Studie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung wurde am Montag im Stader Kreishaus offiziell vorgestellt.
Es gehe vor allem darum, den Institutionen und Verwaltungen in der Region Anregungen zum Nachdenken zu geben, so Landrat Michael Roesberg. Man könne z.B. darüber diskutieren, ob holpriges Kopfsteinpflaster noch sinngemäß sei in einer Zeit, in der ein Großteil der Bürger mit Rollator unterwegs sei.
Auch Fragen nach altersgerechten Wohnungen oder Arten der mobilen Versorgung der Landbevölkerung mit Lebensmitteln drängten sich auf, so der Landrat.
Laut der Studie werden im Jahr 2025 voraussichtlich 200.744 Menschen im Landkreis leben. Das sind 1,6 Prozent mehr als jetzt.
Das Durchschnittsalter der Einwohner im Kreis Stade wird von 43 auf 46,4 Jahre steigen. Während der Anteil der Kinder und Jugendlichen um 13 Prozent zurückgehen wird, ist bei der Generation 65+ ein Zuwachs von 29 Prozent zu erwarten.
Bilden heute die 30- bis 50-Jährigen mit 28,5 Prozent die größte Bevölkerungsgruppe, wird ihr Anteil bis 2025 auf 23,7 Prozent sinken. Spitzenreiter ist dann die Altersgruppe 65+ mit 25 Prozent.
Derzeit ist kreisweit jeder fünfte Einwohner über 65 Jahre alt, 2025 wird es jeder vierte sein - in Nordkehdingen sogar jeder dritte.
Während für Apensen mit sieben Prozent kreisweit das stärkste Bevölkerungswachstum vorhergesagt wird, bildet Nordkehdingen das Schlusslicht. Dort wird ein Rückgang von zehn Prozent erwartet.