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Trauer um Horst Eylmann

Horst Eylmann (Foto: archiv)

Ehemaliger Stader Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter im Alter von 80 Jahren verstorben

tp. Stade. Der langjährige Stader Bürgermeister Horst Eylmann ist tot. Der renommierte CDU-Politiker ist in der vergangenen Woche im Alter von 80 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben.

Horst Eylmann, der an Alzheimer litt und sich schon vor einigen Jahren aus dem öffentlichen und politischen Leben zurückgezogen hat, war von 1983 bis 1998 Bundestagsabgeordneter. Der Rechtsanwalt und Notar war Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses. Nach der Wende war er Chef des Ausschusses zur Aufklärung der Affäre um den DDR-Devisenakquisiteur Alexander Schalck-Golodkowski. Eylmann galt als Kritiker des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.

Horst Horst Eylmann kam am 1. Dezember 1933 in Altendorf an der Oste zur Welt. In dem Dorf war die Familie wegen ihrer gegnerischen Haltung zu Nazi-Regime bekannt. Nach seinem Jura-Studium in Hamburg und München trat Eylmann 1968 der CDU bei. Er gehörte von 1972 bis 1996 dem Stader Kreistag sowie von 1972 bis 2001 dem Rat der Stadt Stade an. Von 1976 bis 1983 war er Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Zwischen 1981 und 1991 war er Stader Bürgermeister. Hier engagierte er sich unter anderem für die Planung des städtischen Veranstaltungszentrum Stadeum und beim Aufbau der internationalen Beziehungen zu Schweden und Israel mit den Partnerstädten Karlshamn und Givat Shmuel.

Horst Eylmann war zudem Ehrenbürger der Stadt Stade und Träger des Verdienstkreuzes erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Er war auch als Fach-Autor juristischer Schriften tätig. Krankheitsbedingt schaffte Eylmann es nicht mehr, sein letztes Werk, die Memoiren, zu vollenden.

Mit tiefer Trauer habe die CDU die Nachricht aufgenommen, teilte der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Kai Seefried mit. „Horst Eylmann war durch seine Gradlinigkeit und Verlässlichkeit ein Vorbild für alle Politiker“, so Seefried. Und: "Als Bürgermeister der Hansestadt Stade hatte er maßgeblichen Anteil an deren Entwicklung zu einer modernen Stadt." Das Mitgefühl der Christdemokraten gelte der Familie des Verstorbenen.