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"Unbefriedigende Diskussion"

Irma Tiessen-Franke (Foto: archiv)

Drohendes Aus der Einrichtung "Karawane" in Stade: Eltern sammeln Unterschriften

tp. Stade. Als "unbefriedigend" bewertet Elternvertreterin Irma Tiessen-Franke den Verlauf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesundheit und Sport, bei der die Politiker im Kreishaus in Stade über den Erhalt der wegen Finanzierungsproblemen von der Schließung bedrohten Stader Lebenshilfe-Einrichtung "Karawane" für Kinder mit Behinderung ging (das WOCHENBLATT berichtete). In der Debatte vermisste Tiessen-Franke ein Verständnis für die "tatsächlichen Kosten, die den Eltern für die Betreuung eines behinderten Kindes entstehen". Die Jahresbetreuungskosten inklusive Aufwendungen für Fahrten beziffert die Sprecherin in einer Beispielrechnung auf jährlich rund 12.000 Euro für ein Kind, das täglich von 8 bis 18 Uhr betreut wird. Der Elternanteil beträgt hier rund 3.800 Euro. Dies sei "schon jetzt unfassbar hoch".

"Der Druck auf die Eltern wächst", so Tiessen-Franke. Ohne die verlässliche Betreuung der Kinder durch die "Karawane" gebe es für die meisten Eltern keine Möglichkeit, weiterhin berufstätig zu sein, so Tiessen-Franke. "Es muss etwas passieren!"

Die Einrichtung für die nachschulische Betreuung von behinderten Kindern und Jugendlichen steht vor dem Ende, falls bis zum Sommer eine Finanzierungszusage seitens der öffentlichen Hand ausbleibt.
Die Eltern haben begonnen, Unterschrifen gegen die Schließung der "Karawane" zu sammeln.

• Weitere Infos erteilt Irma Tiessen-Franke: Tel. 04146 - 1353, E-Mail: tiessen-franke@freenet.de.