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Verfahren zum Bau des Dow-Industriekraftwerks geht in die nächste Runde

lt/nw. Stade. Das Verfahren zum geplanten Bau eines neuen Industriekraftwerks der Dow in Stade geht in die nächste Runde. Die Unterlagen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Industriekraftwerk Stade" liegen ab Montag, 25. Februar, für einen Monat im Stader Rathaus aus. Zu den Unterlagen gehören der Bebauungsplan mit Begründung, der Umweltbericht sowie verschiedene Gutachten zu Verkehr und umweltrelevanten Themen.
Passend zum fortschreitenden Verfahren hat der Chemiekonzern jetzt eine neue Broschüre herausgegeben, in der der Einsatz der vier Brennstoffe Kohle, Gas, Biomasse und Wasserstoff im neuen Kraftwerk vorgestellt und erläutert wird.
"Mit dem geplanten Mix aus Energieträgern, der umwelttechnisch zu beachtlichen Verbesserungen führt, beschreitet Dow technologisches Neuland", sagt Rolf Nettersheim von der Dow. In dem neuen Kraftwerk werde 40 Prozent weniger CO2 als beim Durchschnitt der deutschen Steinkohlekraftwerke erzeugt.
Das geplante Industriekraftwerk mit einer Leistung von 1,1 Gigawatt soll im Jahr 2017 in Betrieb gehen und ist die dritte Stufe des sogenannten Integrierten Energiekonzeptes für das Dow-Werk in Stade. In der ersten Stufe wurden bereits rund 100 Mio. Euro in einen Reservedampferzeuger investiert, der inzwischen in Betrieb ist.
In der zweiten Stufe wird zurzeit für rund 300 Mio. Euro ein Gas- und Dampfkraftwerk gebaut, dessen erste TurbineEnde 2013 in Betrieb gehen soll.
Wie berichtet, votierten die Grünen in Stade gegen das Großbauvorhaben, mit dem sich das energieintensive Chemiewerk Dow von Stromanbietern unabhängig machen und den Standort Stade die kommenden 30 Jahre sichern will.
Die Info-Broschüre der Dow ist bei Joachim Sellner, Tel.: 04146 - 912021 oder per Mail an jsellner@dow.com, erhältlich
Am Montag, 25. Februar, planen Vertreter verschiedener Umweltverbände um die Mittagszeit eine Protestaktion gegen den Bau eines Kraftwerks vor dem Stader Rathaus.