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"Vernünftige Gesprächsebene erreicht"

Das alte Staatsarchiv: Der Landkreis Stade interessiert sich für das Grundstück

Ex-Staatsarchiv-Areal: Stadt und Landkreis haben Kaufverhandlung mit dem Land aufgenommen

tp. Stade. In die schleppenden Verhandlungen um das Grundstück des leerstehenden ehemaligen Staatsarchivs neben dem Kreishaus am Platz "Am Sande" in Stade kommt Bewegung: Landkreis, Stadtverwaltung und das Land Niedersachsen als Eigentümerin stehen laut Kreisbaurat Hermann Bode seit Kurzem in "konstruktivem Austausch".

Seit der Eröffnung des neuen Staatsarchivs im Mai steht der alte, klotzförmige Archivbau "Am Sande" ungenutzt leer. In der Bevölkerung und bei der Stadt- und Kreisverwaltung machte sich Unmut über die bislang rigide Haltung des Landes breit, das längere Zeit nicht auf Interessensbekundungen des Kreises an dem Grundstück antwortete. Fest steht: Der neunstöckige Backsteinbau aus dem Jahr 1964 eignet sich nur zu Archivzwecken und ist daher überflüssig. Ein Abriss gilt als wahrscheinlich.

Der bislang zögerlichen Haltung des Landes steht der dringende Platzbedarf des Landkreises gegenüber. Wie berichtet, plant der Kreis, "Am Sande" bis 2016 einen Erweiterungsbau der Verwaltung für 9,4 Millionen Euro zu errichten, um verschiedene in der Stadt verstreute Ämter am Hauptgebäude zu konzentrieren.
Der Kreis kann die 7.600 Quadratmeter große Ex-Archivfläche zum einen für die zusätzlich nötigen 100 Parkplätze für Beschäftigte und Kunden gebrauchen. Zum anderen ist zu einem späteren Zeitpunkt eine zweite Expansion des Kreisverwaltungs-Komplexes vorgesehen. Ziel ist es, langfristig auch das Jugendamt vom abgeschiedenen Stadtteil Ottenbeck in die City umzusiedeln.

Kreisbaurat Bode ist daher erleichtert, dass Kreis und Stadt mit dem Land "endlich eine vernünftige Gesprächsebene erreicht haben". Doch abgemacht sei noch gar nichts. Über dem Grundstücksgeschäft schwebt die Kostenfrage. Bode: "Der Preis ist entscheidend."