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"Warum haben Sie Lust auf eine neue Amtszeit?"

Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD, Mitte) will auf die Menschen zugehen. Hier mit SPD-Fraktionschef Kai Holm und Petra Tiemann, Vorsitzende im SPD-Bezirk Nordniedersachsen (Foto: SPD)
SPD-Ortsverein nominiert Silvia Nieber als Bürgermeister-Kandidatin

bc. Stade. Das Ergebnis war schon vorher klar. Der Stader SPD-Ortsverein hat in der vergangenen Woche Silvia Nieber (57) als Bürgermeister-Kandidatin für eine weitere Amtszeit vorgeschlagen. Die Wahl findet in gut einem Jahr statt, wahrscheinlich im Mai 2019. Stand jetzt ist Nieber Favoritin, da sich die CDU noch nicht auf einen Kandidaten festgelegt hat (siehe Artikel oben). Das WOCHENBLATT wollte von Silvia Nieber wissen: Warum haben Sie Lust auf weitere acht Jahre?
"Weil ich die Stadt und deren Menschen einfach mag", sagt die amtierende Rathaus-Chefin. Stade habe Potenzial, sich weiterzuentwickeln. Die Bildungsqualität wolle sie ausbauen, Gewerbegebiete erweitern, um genügend Arbeitsplätze in der Stadt vorhalten zu können, neuen Wohnraum schaffen.
"Ein großes Ziel ist es auch, die Stadt noch bekannter zu machen", so Nieber. Die Gründung der Marketing und Tourismus GmbH sei ein wichtiger Baustein dafür. Des Weiteren läge ihr die Punkte Sauberkeit und Ordnung sehr am Herzen. "Wir müssen das gefühlte Sicherheitsgefühl der Bürger wieder steigern", sagt Nieber.
Zudem sei es wichtig, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt nicht zu gefährden. Außer im Kita- und Schulbereich werde es deswegen keine Stellenmehrung mit ihr in den kommenden drei Jahren geben. Und: Ausgenommen die Ausgaben für den Bau des Bildungscampus Riensförde will Nieber dem Rat vorschlagen, die Investitionen für den Kernhaushalt auf zehn Millionen Euro pro Jahr zu deckeln, für den Bereich der Gebäudewirtschaft sollen es acht Mio. Euro im Jahr maximal sein.
Nicht nur die großen Zukunftsthemen der Stadt hat Silvia Nieber auf der Agenda, sie will auch eine Bürgermeisterin sein, die sich die kleinen Sorgen der Einwohner anhört. "Ich halte einen guten Kontakt zu den Bürgern und möchte für jeden ansprechbar sein."
Den Vorwurf, sie sei harmoniesüchtig, bestreitet Nieber: "Wenn es erforderlich ist, gehe ich auch in Konflikte." Ein Beispiel seien die Sprechstunden bei der Bürgerinitiative Schölischer Straße: "Das hätte ich schon viel früher machen müssen."
Wenn sie bestrebt sei, wichtige Beschlüsse mit einer breiten Mehrheit im Stadtrat zu treffen, sei das nicht "Harmoniesucht", sondern "lösungsorientiertes Arbeiten", so Nieber.
SPD-Fraktionschef Kai Holm fand bei der Mitgliederversammlung viele lobende Worte für die Bürgermeisterin: "Silvia Nieber ist eine Bürgermeisterin, die auf Menschen zugeht und für sich begeistern kann. Sie scheut sich nicht, gerade bei kritischen Situationen vor Ort zu sein." Sie habe eine sehr konkrete Vision davon, wohin sich Stade künftig entwickeln soll.