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Wunsch nach Gesprächskreis zur Jugendarbeit

Grünen-Podium: Expertin kritisiert Überforderung junger Menschen

tp. Stade. Wie kann eine zeitgemäße offene Jugendarbeit in Stade aussehen? Diese Frage erörterten die Stader Grünen kürzlich bei einer Podiumsdiskussion im Stadeum.
In der Diskussion wurde deutlich, dass Lehrer, Sozialarbeiter und Vereine sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer erfolgreichen Jugendarbeit haben. Einige Teilnehmer kritisierten den Abbau der bisher von der Stadt geförderten kirchlichen Jugendarbeit, andere beklagten die Nichtberücksichtigung von einzelnen Stadtteilen wie Ottenbeck in der Neukonzeption der Jugendarbeit der Stadt Stade.
Einvernehmen bestand darüber, dass regelmäßige Gespräche zwischen den in der Jugendarbeit aktiven Einrichtungen, Politik und Jugendlichen von großer Bedeutung sind. Es wurde der dringende Wunsch geäußert, einen Gesprächskreis zu gründen.
Die Haupt-Referentin, Professor Dr. Marion Panitzsch-Wiebe von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg, sagte, die starke Leistungsorientierung in Schule und Ausbildung und die Vielfalt der Lebensmodelle sei für viele junge Menschen eine Überforderung. Rund 30 Prozent der Jugendlichen würden an den überzogenen Ansprüchen scheitern, so die Expertin für Soziale Arbeit. Jugendarbeit könne diese Probleme nicht lösen, sondern nur unterstützend eingreifen, so Panitzsch-Wiebe.