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Ziel: "Stressfreie Umsiedlung der Obdachlosen in Stade"

Abriss der Baracken und Neubau einer modernen Wohneinrichtung für Obdachlose am Fredenbecker Weg - eine potenzielle Lösung (Foto: tp)

Erste Bewohner des Fredenbecker Wegs ziehen in Kürze zur B73 / Zweite Einrichtung geplant

tp. Stade. Die Stadt Stade setzt in Kürze ihr Vorhaben um, einen Teil der obdachlosen Menschen aus den kommunalen Notunterkünften am Fredenbecker Weg in die Neubauten an der Bundesstraße 73 im Ortsteil Wiepenkathen umzusiedeln. Die elf Wohnungen sollen noch in diesem Sommer mit durchschnittlich insgesamt 17 Personen belegt werden.

Unterdessen ist laut dem SPD-Ratsherrn und Gründer des "Runden Tischs Obdachlosigkeit", Oliver Kellmer, die Sanierung des baufälligen Einfamilienhauses neben den neuen Flachdachbungalows aus Kostengründen vom Tisch. Es werde höchstwahrscheinlich abgerissen. Stattdessen planten Politik und Verwaltung zur Unterbringung der übrigen Obdachlosen einen Neubau bzw. die Modernisierung einer bestehenden kommunalen Immobilie. Dafür kämen insgesamt drei potenzielle Standorte in Frage. Dem Vernehmen nach ist auch das Grundstück mit den maroden Nachkriegsbarcken am Fredenbecker Weg in der Auswahl.

Die Kosten für einen Neubau beziffert Kellmer auf etwa 700.000 Euro. Das Geld müsste in den Haushalt 2018 eingestellt werden, sodass diese Lösung dann auch erst im kommenden Jahr umgesetzt werden könnte.

Im Falle der Nutzung der Bestandsimmobilie, über deren Lage Kellmer noch keine Auskunft geben will, könne der Umzug früher erfolgen. Zum künftigen Konzept der Unterbringung gehöre in jedem Fall die Einrichtung einer Beratungs- und Betreuungsstelle unter der Regie des Herbergsvereins, der Mitglied des "Runden Tisches Obdachlosigkeit" ist.

Für den Umzug zur B73, der in den Startlöchern stehe, seien sämtliche technischen Vorkehrungen getroffen worden, so Kellmer. "Es kann jederzeit losgehen." Der Sozialpolitiker will sich für einen "stressfreien" und auf Freiwilligkeit der jeweiligen Obdachlosen basierenden Umzug einsetzen.