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Zwei Straßen mit (fast) gleichem Namen: Achtung, Verwechslungsgefahr!

So soll das Neubaugebiet "Vor der Weide" angeordnet werden. In Hagen heißt eine Straße "Vör de Weid" (Foto: Stadt Stade)
bc. Haddorf. Da müssen die Postboten in Zukunft aber genau hinschauen. In Stade-Haddorf soll auf einem Acker an der Ecke Dorfanger/Mittelsdorfer Weg ein kleines neues Baugebiet (drei Hektar) entstehen. Am vergangenen Donnerstag gaben der Stadtentwicklungsausschuss und der Haddorfer Ortsrat in einer gemeinsamen Sitzung grünes Licht für die Auslegung des Bebauungsplans. Der Name der einzigen Straße der Siedlung steht auf Beschluss des Ortsrates auch schon fest: „Vor der Weide“ soll sie heißen. Achtung Verwechslungsgefahr! In Hagen gibt es bereits eine Straße, die den plattdeutschen Namen „Vör de Weid“ trägt.
Wegen der Namensähnlichkeit riet der Hagener SPD-Ratsherr Hans Blank schon vor Langem, das Neubaugebiet in Haddorf anders zu benennen (das WOCHENBLATT berichtete): „Andernfalls könnte es Verwirrung bei der Post geben“, so Blank jetzt erneut auf der Sitzung. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage sagte Haddorfs Ortsrats-Mitglied Kristina Kilian-Klinge, dass der Name „Vor der Weide“ nicht unumstößlich sei. Möglicherweise könnte er noch einmal verändert werden. Falls nicht, unterscheiden sich zumindest die Postleitzahlen: In Hagen gilt die 21684, in Haddorf die 21683.
Abgesehen vom Namen sind viele grundsätzliche Planungen schon festgezurrt. Insgesamt sollen im Gebiet ca. 19 Wohngrundstücke mit Größen zwischen ca. 600 und ca. 980 Quadratmetern für Einzelhäuser und mindestens 320 Quadratmeter für Doppelhaushälften entstehen. Die Ringstraße wird ca. 350 Meter lang sein - inklusive verkehrsberuhigende Einengungen und einem Tempolimit von 30 km/h. Laut Stadt ist die Zufahrt für die Müllabfuhr gesichert. Für landwirtschaftliche Fahrzeuge ist eine extra Zufahrt zu den Feldern vorgesehen. Spielplatz und Regenrückhaltebecken gehören ebenfalls zum Konzept.
Ortsrat-Politiker Volker von der Damerau-Dambrowski zeigt sich „zufrieden“ mit den Planungen. Die Sorge von Karin Aval von den Grünen, angrenzende landwirtschaftliche Betriebe könnten aufgrund der Immissions-Richtlinie in ihrer Entwicklung eingeschränkt werden, teilte Damerau-Dambrowski nicht: „Das ist höchst unwahrscheinlich.“
Auf gesonderten Antrag von Aval dürfen allerdings die Bauherren Ständerwerke für mögliche Solaranlagen auf ihren Dächern aufstellen. Das war seitens der Stadt ursprünglich so nicht geplant.
• Erschließungsträger ist die „Am Dorfanger GbR“, Klaus Waldvogel/Ingomar Schumacher-Hahn. Einem entsprechendem Erschließungsvertrag stimmte der Stadtentwicklungsausschuss ebenfalls zu.