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Zwischenruf: Citys nicht für Arme

Thorsten Penz (Foto: archiv)
Überall in Deutschland kämpfen Kommunen gegen die Verödung der Innenstädte. Die Reaktion darauf ist fast immer die "Attraktivitätssteigerung" durch Anwerbung neuer Einzelhandelsketten. Hier geht es nur darum, weitere Konsumanreize zu schaffen, was neue Probleme mit sich bringt - wie z. B. die Parkplatzknappheit in der Kreis- und Touristenstadt Stade. Einkaufen muss nicht der einzige Zweck von Stadtzentren sein, zumal diese einseitige Ausrichtung Menschen mit geringem oder gar keinem Einkommen ausschließt. Meine Ideen für Stadtplaner: Eintritt frei in allen Museen und bei kulturellen Veranstaltungen, eine Tasse Gratis-Kaffee vor den Rathäusern, Wasserspielplätze für Kinder, bequeme Sitzgelegenheiten für Senioren. Dann kommen manche nicht nur in die Städte, um in Mülltonnen nach Essen oder Pfandflaschen zu suchen. Angesichts anderer hoher städtischer Ausgaben wie 9,1 Millionen Euro für ein neues Parkhaus in Stade müsste das drin sein.


Thorsten Penz