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Der "stille Revolutionär"

Klaus Friedrich Meyer besitzt die weltweit zweitgrößte Nesch-Sammlung

Sammler Klaus Friedrich Meyer präsentiert Werke des Grafikers Rolf Nesch in Stade

tp. Stade. In Norwegen kennt diesen Künstler jeder: Rolf Nesch (*1893; †1975). Während der bei Stuttgart geborene Grafiker mit Edvard Munch (†) zu den berühmtesten Künstlern des nordeuropäischen Landes gehört, ist er in seine Heimat Deutschland eher unbekannt. Die letzte Nesch-Einzelausstellung in einem deutschen Museum liegt 20 Jahre zurück. Nun zeigt das "Kunsthaus" am "Wasser West" in Stade rund 130 Werke des als "stiller Revolutionär" der Grafik geltenden Künstlers.
Die Bilder stammen aus dem Bestand des Privatsammlers Klaus Friedrich Meyer (81) aus Hamburg. Als Kind traf Meyer, dessen Vater einige Grafiken von Nesch besaß, den Künstler einmal persönlich. "Seine Bilder haben mich von Anfang an beflügelt", schwärmt Meyer. Mittlerweile besitzt er die weltweit größte Nesch-Sammlung außerhalb Norwegens.
Die für die Stader Ausstellung ausgewählten Exponate spiegeln alle Schaffensphasen Rolf Neschs wider. Gezeigt werden frühe Radierungen aus den 1920er Jahren, Werke aus Neschs Hamburger Zeit bis 1933 und Metalldrucke aus Norwegen, darunter seine mehrteiligen Arbeiten „Gottvater I“ und „Der Heilige Sebastian“. Abgerundet wird die Präsentation durch Zeichnungen, ein Ölgemälde und ein Materialbild.
Nesch ist der Erfinder des Metalldrucks. In seiner Hamburger Zeit revolutionierte er die Drucktechniken: Der erste Schritt war die Durchätzung der Radierplatten, die den Drucken einen reliefartigen Charakter verlieh. In einem weiteren Arbeitsgang lötete er Draht und Lochplatten an die Platten - beeindruckende Grafiken entstanden.
• Offizielle Eröffnung ist am Freitag, 12. April, um 18 Uhr.
• Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch von 10 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
• Eintritt 5 Euro (bis 18 Jahre frei).