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Deutsche leiden unter Viren

Viele Menschen leiden derzeit an Grippe oder grippalen Infekten (Foto: DAK)
(lt). Wer bis jetzt gesund geblieben ist, kann sich glücklich schätzen. Wohin man schaut klagen Menschen über Gliederschmerzen, Fieber, Husten, Kopfweh, Durchfall oder Übelkeit. Verschiedenste grippale Infekte machen den Deutschen schwer zu schaffen.
Doch obwohl auch die Zahl der "echten" Grippefälle bundesweit in den vergangenen Wochen sprunghaft angestiegen ist, gebe es in der Region keine besorgniserregend hohe Zahl an Infektionen mit den Influenzaviren A oder B, heißt es auf WOCHENBLATT-Nachfrage unisono aus den Gesundheitsämtern der Landkreise Stade und Harburg.
Im Landkreis Harburg wurden in der vergangenen Woche 54 Grippefälle gemeldet, im Landkreis Stade waren es seit Anfang des Jahres bislang nur 14 Fälle. Zum Vergleich: Im "Schweinegrippen-Jahr" 2009 waren allein im Landkreis Stade am Anfang des Jahres bereits mehr als 350 Fälle bekannt.
Bundesweit wurden für die vergangene Woche rund 2.600 Influenza-Fälle gemeldet. In der Vorwoche waren es mehr als 6.100 Fälle. Seit Beginn der Grippe-Saison im Spätherbst 2012 haben Ärzte insgesamt 21.200 Grippefälle diagnostiziert, davon insgesamt 1.850 Fälle in Niedersachsen.
Während die "echte" Grippe meist einen besonders langwierigen Verlauf hat, ist man einen grippalen Infekt in der Regel nach ca. einer Woche wieder los.
Und wie schützt man sich am besten vor einer Grippe-Infektion?
Generell gilt es, Menschenmengen zu meiden. Denn im vollbesetzten Fahrstuhl, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auch in vollen Wartezimmern beim Arzt tummeln sich die Viren.
Wer die Chance erhöhen will, gesund zu bleiben, sollte sich außerdem gesund ernähren, sich viel draußen bewegen und auch das Büro oder die Wohnung öfter lüften, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.
Auf den üblichen Händedruck zur Begrüßung sollte möglichst verzichtet werden, weil sich vor allem an den Händen viele Keime befinden. Mehrmals täglich sollte man deshalb auch die Hände mit Wasser und Seife waschen.
Häufig benutzte Gegenstände wie Türklinken, Lichtschalter, Telefonhörer oder Kaffeemaschinen im Büro sollten regelmäßig gereinigt werden. In öffentlichen Toiletten sollte der Wasserhahn nach dem Waschen mit einem Einwegtuch zugedreht werden. Zum Abtrocknen am besten Warmluftgeräte oder Papiertücher benutzen.
Gegen Grippe impfen lassen sollten sich Menschen über 60, Kinder und Erwachsene mit chronischen Krankheiten, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie medizinisches Personal.
Auch Kranke können helfen, Ansteckungen zu vermeiden. Wer niesen oder husten muss, sollte sich zur Seite drehen oder ein Einweg-Taschentuch zur Hand nehmen. Benutzte Taschentücher sollten sofort in den Mülleimer wandern.