Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Hochsensible in Stade: "Seismographen" der Gefühle

Gründete den „Stader Hochsensiblen-Treff“: Sascha Schnackenberg

Initiator Sascha Schnackenberg sucht Mitglieder für neue Gruppe

tp. Stade. tp. Stade. "Auf dem Schulhof war es mir immer zu laut, meine Lehrerin hielt mich deshalb für sozial gestört", erinnert sich Sascha Schnackenberg (40) an ein Problem, das ihn durch seine Kindheit in den 1980er Jahren begleitete. Damals waren die Hintergründe seiner Überempfindlichkeit - auch gegenüber zwischenmenschlichen Stimmungen - unklar. Heute weiß er: "Ich bin hochsensibel." Nun gründet er in Stade einen Treff für Menschen mit dieser besonderen Eigenschaft.

Hochsensibilität, die erst Anfang der 1990er Jahre in den USA genauer erforscht wurde, ist keine Krankheit, sondern eine besondere nervliche Verfassung. Geschätzt rund 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung gehören zu den hochsensiblen Personen (HSPs). Oberflächlichkeit und Lärm des Alltags entsprächen oft nicht ihrer tiefsinnigen Natur, sagt Sascha Schnackenberg, der Mitglied des Vereins "Informations- und Forschungsverbund Sensibilität" ist. In seiner Freizeit bildete sich der gelernte Kaufmann, der im Marketing selbständig ist, als Mentor für Hochsensible weiter.

Bei dem von ihm gegründeten "Hochsensiblen-Stammtisch" will er Betroffenen helfen, ihre Stärken zu nutzen - wie jüngst einer hochsensliblen Frau, die unter einer Allergie gegen künstliche Lebensmittel leidet und so geschmacksempfindlich ist, dass sie aus Gerichten sämtlich Zutaten herausschmeckt: Sie wechselte nach Beratungen durch Sascha Schnackenberg den Beruf und ist nun glücklich in ihrem neuen Kreativ-Job als Köchin.

Hochsensible seien laut Sascha Schnackenberg nicht nur häufig künstlerisch begabt, sondern gelten auch als besonders überlegt und seien gute Vermittler und Zuhörer, weil sie umsichtig mit den verletzlichen Punkten ihres Gegenüber umgingen. Gut fürs Team am Arbeitsplatz: Sie würden oft als Erste spüren, wenn sich ein Konflikt unter Kollegen anbahne - ähnlich wie ein hochempfindliches Messgerät, das im Vorfeld vor Erdbeben warnt: Hochsensible seien daher so etwas wie die "Seismographen der Gesellschaft", erklärt Sascha Schnacknberg.

Mehr erfahren Interessierte bei der Gründungsversammlung des „Stader Hochsensiblen-Treffs“ am Mittwoch, 22. März, um 19.30 Uhr im Hotel "Vier Linden" in Stade-Schölisch. Die Teilnahme an den Treffen ist kostenlos.

• Kontakt zu Sascha Schnackenberg: Tel. 04141 - 412016, E-Mail: sascha@hspler.de.
http://www.hspler.de