Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Salvador Dalí - das grafische Werk in Stade

Kuratorin Regina Wetjen mit Druckgrafiken des Meisters (Foto: tp)

Ausstellung über den großen Surrealisten im Kunsthaus

tp. Stade. Zeitlebens erregte Salvador Dalí (1904-1989) mit seiner Kunst und seiner Selbstdarstellung große Aufmerksamkeit. Seine Bedeutung für die Kunst des 20. Jahrhunderts ist unbestritten. Das grafische Werk des bedeutenden Surrealisten zeigt jetzt das Kunsthaus in Stade, Wasser West.

Mit seiner präzisen, altmeisterlichen Malweise schuf Dalí fantastische Bildwelten und bizarre Kreaturen, wie Hände voller Ameisen, Elefanten mit Spinnenbeinen und die weltberühmten schmelzende Uhren. Nicht nur in der Malerei.

Wie Kunsthaus-Kuratorin Regina Wetjen erklärt, bereicherte Dalí die Kunst mit technischen Experimenten. Im Rahmen der Druckgrafik ließen ihn seine Neugier und sein künstlerischer Tatendrang zu ungewöhnlichen Mitteln greifen: Druckplatten wurden von ihm mit Essbesteck bearbeitet, Originallithografien mit fotomechanischen Verfahren gemischt, er ließ mit Nägeln gefüllte Bomben auf Kupferplatten explodieren.

Anhand einer Auswahl von mehr als 200 Werken bietet die Ausstellung auf drei Etagen Grafiken, Fotos, werkbegleitende Dokumente und filmische Beiträge. Auch „Ein andalusischer Hund“ wird vorgeführt, der Film, den Dalí 1929 gemeinsam mit Luis Buñuel produzierte.

Herausgegeben von den Museen Stade erscheinen zwei ausstellungsbegleitende Leporellos mit zahlreichen Bildern.

Die Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg, stellten ihre Werke für die Ausstellung zur Verfügung.

Die Ausstellung läuft bis zum 15. Januar.