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Schnupfen oder Heiserkeit: Was stört mich am meisten?

Apothekerin Karin Vogler-Schneider vor Regalen mit Erkältungsmitteln. Das Angebot reicht vom Hustenbonbon bis zum Fiebersenker

Riesige Auswahl an Erkältungsmitteln / Apothekerin rät, zunächst auf den Körper zu hören

tp. Stade. Hatschi! Keuch! Der Wechsel von Regen und Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt bescheren den Norddeutschen Triefnasen und raue Rachen - und in den Apotheken steigt die Nachfrage nach Erkältungsmitteln. Doch die Auswahl ist riesengroß, daher fragen sich Kunden: "Was ist für mich das Richtige?" Apothekerin Karin Vogler-Schneider (63) von der Rats- und Einhorn-Apotheke in Stade rät, vor dem Kauf auf den eigenen Körper zu hören und bei einer herkömmlichen Erkältung zunächst zu wenigen und zu eher milderen Mitteln zu greifen.
Dem einen machen Nasenkribbeln, tränende Augen und Gliederschmerzen zu schaffen, den anderen plagen das Gefühl eines "dicken" Kopfes oder Hustenreiz. "Jeder sollte sich daher die Frage stellen, welches Symptom ihn am meisten stört", empfiehlt die erfahrene Pharmazeutin, die je nach Befindlichkeit des Kunden gezielt Tees wählt, z. B. Erkältung-Mischungen mit Lindenblüten und Isländischem Moos. Hustenlösend wirke etwa Thymian.
Gegen trockene Schleimhäute - oft verursacht durch Heizungsluft - hält die Apothekerin kochsalzhaltige Nasensprays bereit. Wohlbefinden vor dem Schlafengehen schaffen wärmende Erkältungsbäder mit ätherischen Ölen.
Karin Vogler-Schneider rät im Übrigen davon ab, bei leicht erhöhter Temperatur gleich fiebersenkende Mittel wie Aspirin einzunehmen: Fieber sei keine Krankheit, sondern ein Symptom für Erkrankungen mit vielerlei Ursachen und mitunter eine sinnvolle Abwehr-Reaktion des Körpers gegen Infektionen.
Bei anhaltend hohem Fieber sollten Patienten jedoch zum Arzt gehen, so Vogler-Schneider. Unter Umständen könne Lungenentzündung dahinter stecken, und diese könne dies nur ein Arzt feststellen.