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Schützenfest in Wiepenkathen mit Tanz in den Mai

Wann? 01.05.2016 15:00 Uhr bis 03.05.2016 18:00 Uhr

Wo? Schießstand, 21684 Stade DE
Schützenkönig Uwe Käppler hat sein Regentenjahr genossen (Foto: Wolfgang Piltz)
 
Der Hofstaat von Wiepenkathen will es auf seinem Schützenfest noch einmal krachen lassen, bevor die neuen Majestäten proklamiert werden (Foto: Schützenverein)
 
Spaß auf dem Kinderschützenfest (Foto: Schützenverein)
Stade: Schießstand |

Mega-Party mit zwei DJs: Höhepunkt des Schützenfestes in Wiepenkathen ist der legendäre Tanz in den Mai


sb. Stade-Wiepenkathen.
Traditionell eröffnen die Schützen in Wiepenkathen mit einem fulminanten „Tanz in den Mai“ die Schützenfest-Saison im Landkreis Stade. Da in diesem Jahr der 1. Mai auf einen Sonntag fällt, dauert das Fest „nur“ drei Tage von Freitag, 29. April, bis Sonntag, 1. Mai. Alle Programm im Überblick:

Freitag, 29. April
• 15 Uhr: Kinderschützenfest im Festzelt und Unterhaltung auf dem Festplatz.
• 17 Uhr: Proklamation der Kinderwürdenträger. Ende des Kinderschützenfestes
• 18 bis 21 Uhr: Preis- und Medaillenschießen. Königs- und Beste-Damen-Schießen

Samstag, 30. April
• 6 Uhr: Wecken mit der Blasmusik Dohren bei der Gaststätte „Op de Deel“
• 11.30 Uhr: Königsfrühstück im Festzelt (7 Euro) mit Proklamation des neuen Stadtschützenkönigs
• 14 Uhr: Fortsetzung des Preis- und Medaillenschießens. Königs- und Beste-Dame-Schießen
• 22 Uhr: Tanz in den Mai mit DJ Fosco und DJ Christian. Eintritt: 8 Euro (nur Abendkasse)

Sonntag, 1. Mai
• 12.30 Uhr: Platzkonzert in der Dorfmitte (Logerweide) mit den Spielmannszügen Drochtersen und Issendorf sowie der Blasmusik Dohren
• 13 Uhr: Antreten und Abmarsch zum Festumzug mit Abholung der Würdenträger. Auflösung des Festumzuges auf dem Festplatz
• 15 Uhr: Tanz und Unterhaltung im Festzelt mit der Blasmusik Dohren
• 17 Uhr: Antreten der Vereinsmitglieder beim B-Sportplatz und Aufmarsch zur Proklamation der neuen Würdenträger im Festzelt. Anschließend Tanz zum Schützenfestausklang mit DJ Christian

Freitag, 13. Mai
• 19 Uhr: Preisverteilung im Schießstand. Verleihung von vereinsinternen Auszeichnungen und Ehrungen

Empfang der Jungschützen

Die Jungschützen aus Wiepenkathen laden am Samstag, 30. April, vor dem Tanz in den Mai zu einem Empfang in das Feuerwehrgerätehaus, Alte Dorfstraße 112, ein. Los geht es um 19 Uhr.

Neu: Schießen mit der Armbrust

Ganz neu lädt der Schützenverein Wiepenkathen auf seinem Fest Mitglieder und Gäste zum Armbrust-Schießen ein. Dabei gilt es, einen Holzvogel zu treffen und ihm Körperteile vom Rumpf abzuschießen.
„Die Armbrust ist leicht zu bedienen, so dass auch Jugendliche ab zwölf Jahren an dem Wettbewerb teilnehmen dürfen“, sagt Vereinspräsident Arthur Schreiber. Das Armbrustschießen findet am Samstag und Sonntag jeweils nachmittags statt. Die Idee zu diesem besonderen Wettbewerb hatte Vereins-Schatzmeister Jens Foltmer, der das Armbrustschießen aus seiner Heimat Ihlienworth kennt.

Erfinder des „Fest-Bembels“: Dank einer cleveren Idee von Schützenkönig Uwe Käppler wurde jede Party ein voller Erfolg

„Wir haben alles gerockt!“, sagt Uwe Käppler (52) mit Rückblick auf sein Jahr als Schützenkönig von Wiepenkathen. Der Inhaber einer Bautischlerei ließ in seinem Würdenjahr kein Fest aus und gehörte mit seinem Gefolge fast immer zu den letzten Gästen im Saal oder Festzelt.

Für die ausgelassene Partylaune hatte Käppler gleich zwei Gründe. Denn er wurde vergangenen Mai nicht nur Schützenkönig, sondern hatte erst kurz zuvor „dem Sensenmann die Tür vor der Nase zugeschlagen“. Mitte März 2015 erlitt der Unternehmer einen beidseitigen Schlaganfall. Doch Käppler zeigte sich als Kämpfernatur: Frisch aus der Reha zurück, legte der Sportschütze auf dem Schützenfest das Gewehr an und stach an der Königsscheibe mit sicherer Hand jede Konkurrenz aus.

Mit seinem Elan riss Partylöwe Uwe Käppler seinen gesamten Hofstaat mit und hinterließ auf jedem Fest einen bleibenden Eindruck. „Ich wurde in den vergangenen zwölf Monaten mehrmals darauf angesprochen, dass unsere Würdenträger in dieser Saison eine besonders tolle Truppe seien“, sagt Vereinspräsident Arthur Schreiber.
„Wir waren eine einmalige Mischung“, bestätigt auch Schützenkönig Uwe Käppler. Immer in seinem Gepäck: ein „Fest-Bembel“ - ein großes Bierglas mit aufklappbarem Zinndeckel. „Mit dem Bembel haben wir zu Beginn jedes Festes Geld für die Getränkerechnung gesammelt“, erzählt Käppler. „Als König habe ich angefangen und meinem Amt entsprechend einen Löwenanteil hineingelegt.“ Dann ließ die Majestät den „Bembel“ kreisen und jeder gab einen Obulus dazu. Das gesammelte Geld habe immer gereicht und niemand sei durstig nach Hause gegangen, resümiert Käppler.

Zudem genoss der Schützenkönig in seinem Jahr einen ganz besonderen Service: „Ich hatte einen persönlichen Königskutscher“, erzählt Käppler. Heiko Reinboth, Vereinskamerad und Mann der Besten Dame Helen Wald-Reinboth, stand seinem König während des gesamten Festjahres als Chauffeur zur Seite. „Ich konnte feiern, soviel und solange ich wollte, Heiko war immer da und fuhr uns sicher nach Hause. Dafür ein ganz besonderes und herzliches Dankeschön!“, sagt Käppler gerührt. Ein weiterer Dank geht an seine Frau Sabine (49). „Sie ist zwar nicht Mitglied im Schützenverein, hat mich während meiner Regentschaft jedoch toll unterstützt“, lobt er.

Seit 2006 ist Uwe Käppler im Verein aktiv. „Das Besondere ist hier die Freundschaft unter den Mitgliedern“, sagt er. „Im Handballverein spiele ich Handball, im Fußballverein Fußball. Aber im Schützenverein gehen Sport und Kameradschaft Hand in Hand. Wir trainieren zusammen, aber wir feiern auch zusammen und gehen gemeinsam durch dick und dünn.“

Die Liebe zum Schießsport entdeckte Uwe Käppler erst einige Jahre nach seinem Eintritt in den Verein. Seit 2012 ist er auch regelmäßig beim Training zu finden und nimmt mit seiner Mannschaft erfolgreich an den Winterrunden teil. „Obwohl ich aufgrund meines Alters bei den Wettkämpfen Luftgewehr mit Auflage schießen darf, bevorzuge ich nach wie vor die Freihand“, erzählt er stolz.

Deutscher Meister aus Wiepenkathen

Die Mitglieder des Schützenvereins Wiepenkathen sind stolz darauf, erneut einen Deutschen Meister in ihren Reihen zu haben. Bereits vor neun Jahren gelang es Bogenschützin Laura Hoeft in der Jugendklasse Compound, den Titel zu holen. Jetzt erreichte ihr Vater Wilfried Hoeft dieses hoch gesteckte Ziel. Bei den Deutschen Meisterschaften im bayerischen Raubling errang er den ersten Platz und holte sich damit Titel und Goldmedaille.

Insgesamt traten an drei Wettkampftagen 720 Bogenschützen an die Schießlinie, um in den jeweiligen Klassen ihren neuen Deutschen Meister zu ermitteln. In der Altersklasse Compound hatten sich insgesamt 58 Schützen qualifiziert. Geschossen wurde in zwei Durchgängen mit je 36 Pfeilen. In der Halbzeit belegte Wilfried Hoeft den achten Platz. Danach schob er sich kontinuierlich Platz für Platz nach vorn, bis er mit den letzten sechs Pfeilen, die alle ins Gold trafen, den Sieg davon trug.