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Fusion unter dem Motto „Eine Stadt, ein Verein!“

Für die Fusion: Thomas Trabandt, Carsten Brokelmann und Hennng Porth (v.li.)
ig. Stade. Diskutiert wurde über Jahrzehnte, heftig und stets emotional. Jetzt scheint das Unmögliche möglich: Die Fusion der Vereine VfL Stade und TuS Güldenstern Stade steht an. Die Vereinsverantwortlichen sprechen von einer historischen Chance. Motto: "Eine Stadt, ein Verein.

Arbeitsgruppen loteten in den vergangenen Wochen die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit aus, bastelten an einem Konzept, das in der vergangenen Woche auf zwei Info-Abenden den Mitgliedern beider Vereine wurde. Die endgültige Entscheidung fällt aber erst auf den Jahreshauptversammlungen. Benötigt werden dann Zweidrittel-Mehrheiten.

Die Info-Abende seien positiv verlaufen, freut sich TuS-Präsident Thomas Trabandt. "Ich hatte den Eindruck, dass die Mitglieder das Konzept positiv aufgenommen haben." Das stellt auch JFV-Chef Henning Porth, Chef des Jugendfördervereins Stade (JFV), heraus: "Es gab wenig Gegenwind." Bei einer Testabstimmung hätten die TuS-Mitglieder ein deutliches Signal für die Fusion abgegeben. "Das hängt auch damit zusammen, dass beide Clubs ja schon beim Jugend-Förderverein erfolgreich kooperierten."

Ergebnisse der Arbeitsgruppen: TUS Güldenstern, VfL Stade und der Jugendförderverein (JFV) verschmelzen zum 1. Juli 2016 zu einem Gesamt-Verein. Der Name VfL Stade bleibt bestehen. Nur die Fußball- und Tischtennisabteilungen sollen künftig den Namen VfL Güldenstern Stade tragen. Die Sportanlage Camper Höhe heißt "Güldenstern - Sportanlage". Sollte die Fusion klappen, dann verfügt der VfL Güldenstern Stade über rund 1.200 aktive Fußballer, kann mit rund 50 Teams den Spielbetrieb aufnehmen. Im Herren- und Jugendfußball soll zwischen Leistungs- und Breitensport unterschieden werden. VfL-Präsident Carsten Brokelmann: "Je nach Ambitionen hat jeder Fußballer die Möglichkeit, seinen Sport auszuüben." Bis zur Fusion sollen die Personalplanungen auf Eis gelegt werden.

Welche Spiele wo ausgetragen werden, steht noch nicht fest. Angedacht sind Heimspiele der Erwachsenen auf der Camper Höhe, Heimspiele der Jugendabteilung in Ottenbeck. Fakt ist: Die Pachtverträge für das Vereinsheim und der Erbbaurechtsvertrag zwischen der Stadt und Güldenstern für das Stadion fallen dem VfL zu. Trabandt betont, dass kein Vereinsangestellter seinen Job verlieren werde. Auch in Wirtschaftskreisen käme die Fusion gut an, stellt Porth heraus. Sponsoren gegenüber könne der Verein einheitlich auftreten. Ziel: Die erste VfL-Herren soll den Weg in die Landesliga finden, mittelfristig in die Oberliga aufsteigen.