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Kooperationsvertrag unter Dach und Fach

Florian Bunde bleibt dem VfL Stade erhalten (Foto: oh)
 
Trainer Benka Barloschky

Start in die Saisonvorbereitung / Basketballer des VfL Stade kooperieren mit den Eisbären Bremerhaven

ig. Stade. Nachdem in der Premieren-Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord der direkte Wiederabstieg nicht verhindert werden konnte, geht der VfL Stade in der Saison 2014/2015 wieder in der 1. Regionalliga Nord an den Start. Zum Auftakt trifft Stade am Freitag, 19. September, auf den Basketballclub Rendsburg (20.15 Uhr, Vincent-Lübeck-Gymnasium).

Um den Spielern im Kader ein attraktives Umfeld zu bieten, haben die Verantwortlichen des VfL und des Basketball-Bundesligisten Eisbären Bremerhaven - Stades Team-Manager Rudi Steinkamp und Eisbären-Geschäftsführer Jan Rathjen - einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Beide Mannschaften kooperierten bereits in der Vergangenheit, wollen die Zusammenarbeit nun wieder aufleben lassen. VfL-Co-Trainer Tilmann Rakers: "Vorstellbar ist sowohl, dass Nachwuchstalente der Bremerhavener per Doppellizenz für Stade spielen, als auch, dass Stader Spieler die Aussicht auf ein Heranführen an die Eisbären bekommen."

Obwohl 2013/2014 der Klassenerhalt verpasst wurde, fällt das Fazit der Saison positiv aus: „Wir waren nicht so weit weg“, sagt Trainer Benka Barloschky, der im Sommer für die kommende Saison zugesagt hat und auf den sich der Verein in den Vertragsverhandlungen die Option für zwei weitere Jahre im Anschluss sicherte. „Es ist sportlich nicht alles optimal gelaufen. Trotzdem hätten wir es mit ein bisschen Glück an der einen oder anderen Stelle schaffen können.“

Die Bundesliga sei auf jeden Fall eine gute Erfahrung für den Verein gewesen. "Jetzt wissen die Verantwortlichen, was in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord auf sie zukommen würde, sollte in den kommenden Jahren ein erneuter Aufstieg gelingen.

Ob und wie schnell ein erneuter Aufstieg gelingen kann, sei schwer einzuschätzen, sagt der Coach. "Die Mannschaft befindet doch im Umbruch." Zugesagt haben bisher vom letztjährigen Kader Florian Bunde, Holger Jacobsen und Jan-Christian Both.

Fitness sei auch das entscheidende Kriterium dafür, ob Kapitän Kester Mayr noch eine Spielzeit weitermacht, da er nicht noch einmal eine solche Saison wie die letzte mitmachen wolle, als eine Entzündung oberhalb des Knies ihn für mehrere Monate extrem einschränkte. Rakers geht davon aus, dass Mayr fit wird und plant fest mit dem Quartett Bunde, Jacobsen, Both und Mayr. Definitiv nicht mehr dabei sind Joscha Kolnisko und Marvin Steinberg, die mit dem Leistungssport aufhören, um sich auf Ausbildung bzw. Examen im Studium zu konzentrieren.

Auch bei einer der wichtigsten Planungsfragen seit Saisonende. Bei Steffen Kiese deutet derzeit alles auf Abschied. Co-Trainer Rakers: "Er hat Angebote höherklassiger Teams." Jamo Ruppert sieht den nächsten Schritt in seiner Karriereplanung ebenfalls höherklassig. Festen Ersatz für die Abgänge kann Stade zurzeit noch nicht präsentieren. In Gesprächen befindet sich der Verein mit Guard Martin Kemp (Jahrgang 1985, zuvor u.a. Wolfenbüttel), den Barloschky als möglichen Kiese-Ersatz sieht, und in Bigman Richard Fröhlich (zuletzt BBC Magdeburg) auch mit einem alten Bekannten. Fröhlich, der aus der eigenen Jugend stammt, lief zuletzt 2006 für den VfL Stade auf, bevor er vier Jahre in den USA am College spielte und danach für mehrere ProA- und ProB-Teams aktiv war. Des Weiteren wird mit der Verpflichtung eines „Profis“ aus dem Ausland geplant.

Die Klasse des Kaders sei auch abhängig von den Sponsoren-Geldern, mit denen die sportliche Leitung arbeiten kann. Viele Sponsoren der letzten Saison haben auch für die Regionalliga zugesagt, dennoch reiche es nach jetzigem Stand nicht wie im vergangenen Jahr für die Besetzung einer zweiten „Profi“-Stelle, die Davon Roberts in der Rückrunde ausfüllte. „Wir sind dabei, weitere Sponsoren zu kontaktieren, um ein solides Finanzpolster für eine adäquate Mannschaft zu schaffen“, sagt Knut Willenbockel, der dem Lenkungskreis der 1. Herren angehört.