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"Wir sind doch noch gar nicht durch!"

Kampf um den Ball - D/A strebt den Aufstieg an
 
Manager Rigo Gooßen (re.)

SV Drochtersen/Assel steht vor dem Aufstieg in die Regionalliga / Manager Rigo Gooßen hält sich noch bedeckt


ig. Drochtersen. Rigo Gooßen ist sauer. Er könne es nicht mehr hören. „Wir sind doch noch gar nicht durch“, so der D/A-Manager. Sein Unmut richtet sich gegen die vielen Fragesteller, die seine Elf schon in der Regionalliga kicken sehen. „Der Aufstieg in die vierthöchste Klasse ist doch noch gar nicht klar“, sagt Gooßen. D/A habe gegen Spelle-Venhaus verloren. Und am Wochenende stehe die schwere Partie gegen Osnabrück II an. „Sollten wir das Spiel verlieren, besitzen wir noch einen Punkt Vorsprung vor Verfolger Hildesheim.“ Er sei schon ein wenig frustriert: Alle würden schon über die Regionalliga reden. Er wolle im Augenblick nicht mehr darüber spekulieren. „Der Aufstieg ist noch weit entfernt.“

D/A werde sich jetzt noch intensiver auf das „Sportliche“ konzentrieren. “Wir bereiten uns auf jede Partie akribisch vor ", so der D/A-Macher. Das Spiel am Sonntag, 28. März, werde kein Spaziergang, sagt Gooßen. „Das Hinspiel ging Unentschieden aus.“ Osnabrücks Zweite sei wie eine Wundertüte. „Manchmal treten Profis in Erscheinung. Wir wissen nicht, was uns dort erwartet.“ Fest stehe: Der Gastgeber stelle eine starke Crew.
Gleichwohl: Die Infrastruktur für die vierte Liga stimmt bereits. Gooßen: „Als wir vor zwei Jahren die Lizenz für die vierthöchste deutsche Spielklasse beantragten, haben wir die meisten geforderten Auflagen schon umgesetzt." Lediglich Zäune an den den den Stehplätzen und am Gästefanblock würden noch fehlen. Auch der geforderte zweite Eingang zum Kehdinger Stadion sei vorhanden. "Und Parkpllätze gibt es reichlich." Und die Haupttribüne erfülle die Regionalliga-Bedingungen. Gooßen: "D/A kann den geforderten Platz für Offizielle und Medienvertreter vorhalten. Und wir besitzen im Vereinshaus eine Geschäftsstelle und in der benachbarten Sporthalle genügend Räume für die Dopingkontrolleure und Schiedsrichter.

Was noch fehlt, aber kene Probleme bereitet: Fanbeauftragte und Offizielle, die für Stadionverbote zuständig sind. Große Kosten kämen auf D/A nicht zu. „Der jährliche Etat wird um rund 75.000 Euro steigen, um die Regionalliga zu realisieren“, so der D/A-Macher. Selbst der Kader werde sich nicht grundlegend verändern. Aber natürlich müsse der Trainingsaufwand erhöht werden. Was den Druck mildert: Ein Regionalliga-Mitkonkurrent ist aus dem Rennen. Die Führungsetage des SV Jeddeloh vermeldete, dass ein Aufstieg nicht in Frage komme. Grund: Die finanzielle Basis fehle. Egon Possel, D/A-Edel-Fan, hofft, dass D/A aufsteigt: "Dann spielen wir gegen Pauli II, HSV II und Meppen. Und es werden noch mehr Zuschauer ins Stadion kommen."

Falls der Coup gelingt, wird Klaus Baumgart auch sein Versprechen einlösen. Der Sänger von "Klaus & Klaus" Klaus Baumgart, dessen Herz für Jeddeloh schlägt und der das Amt des Vizepräsidenten des VfK Oldenburg ausübte, wiil nach dem letzten Heimspiel das Kehdinger Stadion zum Kochen bringen.