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Viel mehr als nur kochen

Ute Stüben zeigt Farbvarianten für Küchenmöbel. "Gedeckte Farben liegen im Trend", sagt sie Fotos: sb
 
Der Muldenlüfter zieht den Kochdunst so effektiv wie eine Abzugshaube an

Das WOCHENBLATT auf der Suche nach Küchentrends

sb. Stade. Wie sieht eine moderne Küche aus und was wollen Küchenbesitzer im Landkreis Stade? Auf der Suche nach Antworten besuchte das WOCHENBLATT das Küchenstudio des Möbel Jähnichen Centers in Stade und ließ sich von Abteilungsleiterin Ute Stüben die aktuellen Trends zeigen.

"Die Küche ist ganz klar der Mittelpunkt des Wohnens geworden", sagt Ute Stüben. "Heute kocht die Hausfrau nicht mehr hinter der geschlossenen Küchentür. Vielmehr haben sich offene Wohnkonzepte durchgesetzt, bei der Küche, Wohnen und Essen eine Einheit bilden." Sie sieht darin viele Vorteile. "Eine offene Küche fördert die Kommunikation - sowohl im Alltag zwischen den Familienmitgliedern als auch zwischen dem Gastgeber und seinen Gästen. Den Aperitif genießen, miteinander plaudern und dabei letzte Hand ans Menü legen - bei der offenen Küche ist das alles gleichzeitig möglich."

Damit Koch oder Köchin nicht mit dem Rücken zum Geschehen stehen, werden die Herdplatten oder Arbeitsflächen nicht mit Blick zur Wand, sondern als Insellösung in den Raum hinein geplant. Voll im Trend liegen dabei Dunstabzüge, die nicht von der Decke hängen, sondern in den Herd integriert sind. "Diese Down-Draft- oder Muldenlüfter sind sowohl leistungsstark als auch leise", verspricht Ute Stüben. Denn die Geräuschkulisse von Abzug, Geschirrspüler und Co. spielt in der offenen Küche natürlich eine besonders wichtige Rolle.

Bei den Küchenmöbeln liegen helle und gedeckte Farbtöne im Trend. Die meisten Käufer entscheiden sich für Weiß oder Seidengrau und setzen auch nur dezente Akzente - z.B. mit Anthrazit. "Kräftige Farben sind bei den Möbeln nicht angesagt", bestätigt Ute Stüben. "Wer mag, setzt mit bunten Geschirrtüchern oder Dekorationen ein farbiges Highlight." Durchaus beliebt ist dabei auch der Kühlschrank im Vintage-Look mit nach außen gewölbter Tür und großem Chromgriff. Dieser versteckt sich auch nicht hinter einer Küchenfront, sondern steht solitär - und darf dann auch ruhig ein farbiger Hingucker in Mint, Rot oder Tiefschwarz sein.
Bei den Küchenfronten entscheidet sich rund die Hälfte der Käufer für Hochglanz und die andere Hälfte für Matt. "Hier entscheidet allein der Geschmack", verrät Ute Stüben. "Denn heute sind auch Hochglanzoberflächen schnell und einfach schlierenfrei zu reinigen." Grifflose Schranktüren gehören bei beiden Varianten zum Standard.

Eine aktuelle Variante zum Fliesenspiegel hinter Herd und Arbeitsfläche sind Wandverkleidungen aus Kunststoff oder Glas. "Diese haben keine Fugen und sind deshalb gut zu reinigen", sagt Ute Stüben. "Zudem ermöglichen sie optische Spielereien. So kann beispielsweise auch das Lieblings-Urlaubsfoto als Hintergrund verwendet werden."
Pfiffig für alle, die es morgens eilig haben, ist der Wasserhahn, der auf Knopfdruck kochend heißes Wasser spendet. "Damit lassen sich der Becher Tee oder Instantkaffee, aber auch das Frühstücksei besonders schnell zubereiten", erklärt Ute Stüben.

Viele individuelle Lösungen erfordern jedoch auch viel Platz. Dazu gehören der integrierte Kaffeevollautomat mit Wärmeschublade für Espressotassen ebenso wie der Dampfgarer, der Vakuumgarer oder der hochgesetzte Backofen. "Eine raffinierte und rückenschonende Idee ist der hochgesetzte Geschirrspüler", verrät Ute Stüben. "Er erleichtert das tägliche Ein- und Ausräumen erheblich."