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Agentur für Arbeit Stade rechnet 2017 mit Gegenwind auf dem Arbeitsmarkt

Dagmar Froelich (Foto: tp)

Die Bilanz für das Jahr 2016 fällt positiv aus

sb. Stade. "Das Jahr 2016 war ein gutes Jahr für den regionalen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten ist gestiegen, die durchschnittliche Arbeitslosenquote ist über das Jahr gesunken und die Nachfrage an Fachkräften ist hoch", sagt Dagmar Froelich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Stade.

Friedhelm Keiser, Geschäftsführer des Jobcenter Stade, ergänzt dazu: "Der Markt ist gespalten: Gut ausgebildete, junge und gesunde Menschen sind gefragt, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte haben jedoch aus vielerlei Gründen Schwierigkeiten, ein passendes Angebot zu finden. Deshalb profitieren Arbeitslose nur zum Teil von dem Beschäftigungsaufbau."

Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Stade bei 5,4 Prozent, damit wurde der Vorjahreswert um 0,1 Prozentpunkte unterschritten. Das ist einer der niedrigsten Werte seit den frühen 1990er Jahren. Zur Jahresmitte waren im Agenturbezirk Stade 157.225 Frauen und Männer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Innerhalb eines Jahres wuchs die Zahl der Beschäftigten um 1.798 Personen an, eine Zunahme um 1,0 Prozent. Im Vergleich zu anderen Regionen in Niedersachsen belegt der Raum Stade einen guten Platz im Mittelfeld.

Innerhalb der einzelnen Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit in 2016 unterschiedlich: Bei den Ausländern gab es einen Anstieg von 27 Prozent, bei den unter 25-Jährigen einen Anstieg von 2,4 Prozent, bei den Langzeitarbeitslosen einen Anstieg von 1,6 Prozent und bei den Geringqualifizierten einen Anstieg von 1,4 Prozent. Rückgänge verzeichnete die Gruppe der Frauen (-3,0 Prozent), der Älteren über 55 Jahre (-0,9) und der Alleinerziehenden (-6,6 Prozent).

Im vergangenen Jahr wurden der Agentur für Arbeit Stade 12.506 freie Stellen gemeldet. Der größte Anteil entfiel auf den Bereich Arbeitnehmerüberlassung (28,2 Prozent). An zweiter und dritter Stelle folgen das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Handel mit 13,5 und 11,6 Prozent.

"Für das Jahr 2017 erwarte ich eine Fortsetzung der positiven Entwicklung, jedoch mit etwas Gegenwind", so die Einschätzung von Dagmar Froelich. Die Hauptaufgaben für dieses Jahr sind die Prävention und Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit sowie die Eingliederung von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit. Ein besonderer geschäftspolitischer Schwerpunkt ist die Integration von Jugendlichen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.