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Den Mittelstand in Stade im Focus

Gespannt auf die Ergebnisse der Erhebung: Student Henrik Gerken (li.) und "Mittelstandslotse" Thorsten Kramer

Groß angelagte Fragebogen-Aktion: Stadt startet Erhebung unter 492 Betrieben

tp. Stade. "Ihr kümmert euch zu wenig um den Mittelstand": Diesen Vorwurf "von der Straße" hat sich die Wirtschaftsförderung der Stadt Stade zu Herzen genommen. Ab sofort will sich die Stadtverwaltung stärker um die Betriebe mit zwei bis maximal 500 Mitarbeitern kümmern. Dazu hat das Team um Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs einen „Mittelstandslotsen“ eingesetzt. Die Aufgabe übernimmt Thorsten Kramer. Zum Einstieg in den neuen Job startet er eine groß angelegte Unternehmensbefragung.

Die Stadt hat 492 Stader Mittelständler angeschrieben. Dem von Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) unterschriebenen Brief liegt ein Fragebogen bei, den die Unternehmer bis zum 1. August an die Stadt zurückschicken sollen. Verwatungs-Chefin Nieber hofft auf einen hohen Rücklauf.

Anhand des Fragebogen erkundigt sich die Stadt nach Betriebsdaten und Entwicklungsperspektiven der Unternehmen, nach dem Flächenbedarf sowie nach der Zufriedenheit mit dem Wirtschaftsstandort Stade. Zudem haben die Firmen die Möglichkeit, auf individuelle Probleme hinzuweisen und einen Gesprächstermin mit der Wirtschaftsförderung zu vereinbaren.

Der Fragebogen wurde von "Newcomer" Henrik Gerken (25) aus Bargstedt entwickelt. Gerken hat in Göttingen Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung studiert und diverse Praktika bei der Stader Wirtschaftsförderung absolviert. In seiner Master-Arbeit beschäftigte er sich mit Unternehmensbefragung und Kundenzufriedenheit. Der junge Studienabsolvent will im Spätsommer auch die Fragebogen auswerten.

Der neue "Mittelstandslotse" Thorsten Kramer ist seit acht Jahren bei der Wirtschaftsförderung. Seine Schwerpunkte sind der Einzelhandel und die Gründerberatung. Sein neues Aufgabenfeld reicht von der Beratung bis zur Vermittlung von Experten-Gesprächen etwa bei den Kammern.

Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs setzt hohe Erwartungen in den neuen Posten: In anderen Städten gebe es zahlreiche erfolgreiche Beispiele von "Mittelstandslotsen".