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Der schlafende Riese in Stade ist erwacht

Während der mehrwöchigen Wartung wurden TÜV-Prüfungen durchgeführt: Dow-Stillstandsmanager Olaf Stüven (li.) und TÜV-Sachverständiger Andreas von Minden nehmen ein Anlagenteil ins Visier

Nach Dow-Wartungsstillstand: 1.200 Fremd-Mitarbeiter reisen ab / 14 Anlagen werden hochgefahren

tp. Stade. Der rund zweimonatige Wartungsstillstand beim Chemieriesen Dow in Stade (das WOCHENBLATT berichtete) ist beendet. Nun stehen die Profis vor einer kniffligen Aufgabe: Die 14 abgeschalteten Hightech-Anlagen werden derzeit wieder hochgefahren.

Die Anlagen zur Herstellung von chemischen Grundstoffen wie Chlor oder Methylcellulose werden in einer Produktionskette betrieben und müssen daher der Reihe nach wieder angefahren werden - das bedarf laut dem Stader Dow-Infrastruktur-Manager Alf Wilkens "einer extrem intensiven Abstimmung", denn die Anlagen sollen möglichst zeitgleich wieder auf Volllast laufen. Das Hochfahren dauert mehrere Tage.

Im Verlauf diese Jahres werden auch andere Anlagen des Chemiewerks noch den gesetzlich vorgeschriebenen technischen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen.
Die Wartung inklusive TÜV-Prüfungen hat 52 Millionen Euro gekostet. Zu Spitzenzeiten haben neben den rund 1.500 werkseigenen Mitarbeitern bis zu 1.200 Spezialisten von Fremdfirmen aus ganz Europa teilweise in zwei Schichten auf dem Werksgelände gearbeitet.

Es waren Umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen nötig: Unter anderem wurde ein eigener Buslinienverkehr von den Werkstoren zu den Anlagen eingerichtet. In Zeltküchen bereiteten Mitarbeiter von Catering-Services tausende Mahlzeiten zu. In Containern wurden Werkstätte, Umkleiden, Materiallager und Büros eingerichtet. Die Dow-Mitarbeiter hatten die Wartung seit mehr als einem Jahr vorbereitet.

Alf Wilkens versichert: "Hinsichtlich der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Anlagen nimmt Stade im globalen Dow-Vergleich eine Spitzenposition ein."