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Der "siebte Stock" in Stade hat ausgedient

In einem Patientenzimmer (v. li.): Chefarzt Martin Huber, Geschäftsführer Siegfried Ristau und Bauprojektleiter Eike Weber

Elbe Kliniken nehmen elf Millionen Euro teuren Psychiatrie-Neubau in Betrieb

tp. Stade. Im Raum Stade ist der "siebte Stock" für die psychiatrische Station der Elbe Kliniken ein geflügeltes Wort. Doch nun ist die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in einen komfortablen Neubau mit verbesserter Akut- und Notfallversorgung umgezogen.

Bei einem Pressetermin führte der Chefarzt, Professor Dr. Martin Huber, durch das innerhalb eines Jahres fertiggestellte, ca. elf Millionen Euro teure Gebäude mit vier psychiatrischen Stationen und entsprechende Funktionsräume für die unterschiedlichen Therapieangeboten.

Der vier Stockwerke hohe Neubau mit 78 Betten für die Stationäre Behandlung und 23 Tagesplätzen auf 4.302 Quadratmetern wurde an das bestehende Haupthaus im Erdgeschoss angebunden.

Anlass der bereits seit Jahren gehegten Neubaupläne gaben ein Modernisierungsstau und eine steigende die Auslastung der Psychiatrie. Im Jahr 2014 lag die Auslastung bei 98,9 Prozent, im Jahr 2015 bei 106 Prozent.
Durch die neuen Stationen genießen die Patienten jetzt einen "sehr hohen Unterbringungsstandard", betont Dr. Huber und verweist auf einen zeitgemäßen Mix aus Drei-, Zwei- und Einbettzimmern, die jeweils mit mit Dusche und WC ausgestattet sind. Bisher gab es zum größten Teil Vierbettzimmer.

Zusätzlich werden durch die neuen Räume die Angebote im Bereich der Ergotherapie, Psychotherapie, Musiktherapie und Physiotherapie verbessert. Es wurde eine Kreativwerkstatt, eine Therapieküche und eine Holzwerkstatt eingerichtet. Im Sommer wird dann an das Gebäude ein geschützter Patientengarten angelegt.

In der Klinik werden sämtliche psychischen Erkrankungen behandelt, z.B. Depressionen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, alle Formen der Demenz, Alkoholabhängigkeiten oder chronische Schmerzen mit psychischer Beteiligung.
Jährlich werden in der Stader Psychiatrie rund 1.200 Fälle stationär behandelt. Die Therapie entspricht laut Chefarzt Huber dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis in Psychiatrie und Psychotherapie.