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Diät für das Sparschwein

Deutsche sind beim Sparen zurückhaltender geworden

(sb). Jetzt geht es vielen Sparschweinen wieder an den Kragen. Sparkassen und Banken laden in der kommenden Woche zum Weltspartag ein. Seit 1924 findet er immer in der letzten Woche im Oktober statt. Dieses Jahr fällt der Termin auf Donnerstag, 30. Oktober.

Hintergrund der Aktion ist seit 90 Jahren der gleiche: Dem Bürger soll ins Bewusstsein gerufen werden, dass sich Sparen lohnt. Aber ist das wirklich so? Das aktuelle Zinsniveau, das sich unterhalb der Inflation befindet, knabbert an jedem zurückgelegten Euro. Das bleibt nicht ohne Folgen: Die Sparquote der Deutschen geht immer weiter zurück. So bringen die niedrigen Zinsen fast jeden Dritten Anleger dazu, sein Sparverhalten zu ändern. Allerdings: Es gibt kaum Alternativen zu klassischen Sparformen.

"Trotz niedriger Zinsen ist es wichtig, sich mit dem Thema Sparen und Anlegen zu beschäftigen", sagt Ralf Achim Rotsch, Vorstand der Kreissparkasse Stade. Er verweist unter anderem auf die eigenverantwortliche Absicherung im Alter.
Wohneigentum halten viele Bundesbürger für eine besonders attraktive Geldanlage. Für die Hälfte der Deutschen ist das Eigenheim oder die Eigentumswohnung eine gute Altersvorsorge. Wertpapieren hingegen stehen viele kontrovers gegenüber. Während auf der einen Seite Unsicherheit herrscht, investiert die andere Seite ganz gern auch in Aktien, Anleihen, Investmentfonds und Zertifikate. Die Klassiker der Altersvorsorge, Kapital-Lebensversicherung und private Rentenversicherung, sind hingegen aktuell weniger populär als noch vor einigen Jahren. Auch zum "Ristern" haben immer weniger Bürger Lust.

Trotz der schwierigen Sparsituation beschreibt mehr als die Hälfte der Deutschen ihre eigenen finanziellen Verhältnisse als "gut" oder sogar "sehr gut". Das ergibt das aktuelle Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) sowie des Wirtschafts- und Finanzforschungsinstituts Icon. Auch für die Zukunft herrscht in Deutschland Optimismus. Über 80 Prozent gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation nicht verschlechtert, ein Viertel der Verbraucher erwartet sogar in den kommenden zwei Jahren noch eine Verbesserung der finanziellen Situation. Besonders positiv in die Zukunft blickt die junge Generation der unter 30-Jährigen.