Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Elbidyll" auf Krautsand steht auf der Kippe

Der Besitzer dieses Rinderzuchtbetriebes will expandieren. Das stört die auf dem Nachbargrundstück (li.) geplante Ferienwohnanlage "Elbidyll"

Gravierender Gutachter-Fehler: geplante Ferienwohnanlage zu nah am Rinderstall

tp. Krautsand. Eines der größten Tourismusprojekte im Landkreis Stade, die Ferienwohnanlage "Elbidyll" auf Krautsand, ist in Gefahr. Hintergrund sind gravierende Fehler in einem für die Planung wichtigen Gutachten.
Wie mehrfach berichtet, will eine private Investorengruppe aus Drochtersen auf einem ehemaligen Ziegeleigelände in Strandnähe eine moderne Ferienanlage errichten. Im Jahr 2006 waren noch 54 Häuser vorgesehen, nach politischen Auseinandersetzungen sank die Zahl auf 38 Objekte. Nun werden wohl noch deutlich weniger Urlauber-Domizile möglich. Grund: ein direkt neben dem "Elbidyll" geplanter Rinderstall.
Der Gutachter hat gegenüber der Verwaltung im Drochterser Rathaus Versäumnisse eingeräumt. Sollte der benachbarte Landwirt seinen Plan von einem Stall-Neubau für rund 200 Tiere verwirklichen, würden die Gerüche die gesetzlichen Grenzwerte für Geruchsemission überschreiten. Der Gutachter hat laut Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch (64) offenbar vergessen, den zum Rinderstall gehörenden Misthaufen auf einer Betonplatte sowie ein Futtersilo in die Emissionsberechnung einzubeziehen. Folge des Patzers: Das "Elbidyll" am zugedachten Standort schrumpft auf ein Dutzend Ferienhäuser.
Nach Angaben von Bürgermeister Bösch haben die Investoren mit Nachbarn Grundstücksverhandlungen aufgenommen. Sollte es zum Kauf kommen, könnte das "Elbidyll" in voller Größe, aber an leicht veränderter Stelle umgesetzt werden.
Für die Planungen der Ferienwohnanlage spielt es keine Rolle, ob der neue Rinderstall jemals gebaut wird. Wichtig ist es, dem Bauern eine Expansion zu ermöglichen. Doch der Bau gilt als wahrscheinlich: Seit Juni liegt der Verwaltung eine Bauvoranfrage vor, die positiv beschieden wurde. Bürgermeister Bösch: "Wir wollen dem Landwirt nicht im Weg stehen."