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Erfolg für "Asbest-Petition"

In der Chlor-Elektrolyseanlage der Dow ist Asbest verbaut. Menschen kommen mit der Giftfaser nicht in Kontakt

12.000 mal "Ja" zur Fristverlängerung: Dow rechnet mit Einlenken der EU-Kommission

tp. Stade. Der Betriebsrat des Chemie-Riesen Dow in Stade hat sein Ziel erreicht und im Rahmen der Petition zur Weiterverwendung des umstrittenen, als stark krebserregend geltenden Faserstoffs Asbest mehr als 12.000 Unterschriften gesammelt. Damit wurde das von Dow selbstgesteckte Ziel von 10.000 Unterschriften im Rahmen der Aktion „Zukunftssicherung des Dow Werks in Stade“ deutlich überschritten.

Dow fasst die Bürger-Resonanz auf die im Juni gestartete, noch bis Montag, 9. September, laufende Online-Petition als "breite Zustimmung" zu einer Fristverlängerung auf. Wie berichtet, fordert die EU, das auf dem Bau längst verbotene Asbest auch in der Industrie komplett abzuschaffen. Bis 2017 muss Dow den Stoff aus seinem Werk verbannen und auf eine asbestfreie Technik umstellen. Dow braucht nach eigenen Angaben aus technischen und finanziellen Gründen bis 2025, um die in der für das gesamte Stader Werk wichtige Chlor-Elektrolyseanlage, in der Asbest in hermetisch abgeschlossenen Bauteilen verwendet wird, auf ungiftige Technik umzustellen.

Vor dem Hintergrund des Erfolges der Kampagne rechnet Dow-Pressesprecher Joachim Sellner damit, dass die zuständige EU-Kommission den vorgeschlagenen neuen Zeitrahmen in die entsprechende Verordnung aufnehmen wird.
"Die Entscheidung erwarten wir in der ersten Jahreshälfte 2015." Der Betriebsrat plane, das jetzige Ergebnis schon vorab der zuständigen EU-Behörde mitzuteilen, damit diese das Signal der starken regionalen Unterstützung der Petition für ihren Bericht aufgreifen kann.

• Link zur Petition: www.openpetition.de/petition/online/zukunftssicherung-des-dow-chemical-werk-stade-nds.