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Handwerksforum 2017 im Stadeum

Gruppenfoto der Innungsbesten und neuen Handwerksmeister 2016. Auch in diesem Jahr wird es bei dem Handwerksforum wieder Ehrungen geben (Foto: tk)
 
Gastredner Oliver Grundmann (Foto: Tobias Koch)

Die neue Leistungselite: Gastredner Oliver Grundmann spricht auf dem Forum über die Vorreiterrolle des Handwerks

sb. Stade. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Handwerks-Innungen im Landkreis Stade, um Informationen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich weiterzubilden. Dabei übernimmt jedes Jahr eine andere Samtgemeinde die Rolle des Gastgebers. Diesen Herbst fanden die Treffen in der Samtgemeinde Horneburg statt.

Krönender Abschluss der Herbst-Innungsversammlungen ist stets das Handwerksforum im Stadeum. In diesem Jahr findet der Festakt am Samstag, 25. November, mit geladenen Gästen statt. Prominenter Gastredner ist Bundestagsmitglied Oliver Grundmann (CDU). Das Thema seines Vortrags lautet: "Handwerk - Leistungelite Deutschlands".

"Das Handwerk steht wie kaum eine andere Berufsgruppe für qualitativ hochwertige Produkte und maßgeschneiderte, kreative Lösungen sowie für persönlichen Kundenservice", sagt Oliver Grundmann. "Es bildet außerdem das Rückgrat des deutschen Mittelstands - gerade auch im ländlichen Raum - und ist mit jährlich rund 350.000 Lehrlingen einer der größten Ausbilder der Republik. Damit kommt dem Handwerker eine gesellschaftliche Führungs- und Vorbildrolle zu, weshalb ich diese Berufsgruppe als die ,neue Leistungselite' unseres Landes bezeichne.“

Mit einem Anteil von rund zwölf Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland und gut einem Viertel aller Azubis in der Bundesrepublik sei das Handwerk eine Säule des dualen Ausbildungssystems - "ein Exportschlager und einer der Treiber für Deutschlands wirtschaftlichen Erfolg", so Grundmann. Gerade im ländlichen Raum sei das Handwerk darüber hinaus der Motor der heimischen Wirtschaft und ein Garant von Wohlstand, Lebensqualität und regionaler Identität.

Für den Bundestagsabgeordneten bietet das Handwerk attraktive Berufschancen. "Zum einen bin ich überzeugt davon, dass in Zeiten industrieller Massenproduktion die Nachfrage nach manuell hergestellten, maßgeschneiderten Produkten und nach persönlichem Service in den nächsten Jahren zunehmen wird", sagt Grundmann. Zum anderen gebe es eine wachsende Zahl von handwerklichen Betrieben ohne interne Nachfolgelösung. Ein ausgebildeter Meister habe damit in Zukunft noch viel größere Chancen, einen handwerklichen Betrieb und den dazugehörigen Kundenstamm zu übernehmen, als noch vor einigen Jahren. Und: "Das Handwerk bietet im Unterschied zu vielen Routine-Jobs in der Industrie eine sinnstiftende Tätigkeit", sagt er. "Das erhöht die eigene Arbeitsmotivation ungemein - ich kenne wenig Branchen, die derart produktiv und sinnstiftend sind.“

• Weitere Programmpunkte des Handwerksforums im Stadeum sind Ehrungen der Innungsbesten und der neuen Handwerksmeister sowie die Verleihung der Professor-Piest-Medaille für besondere Leistungen im Handwerk. In diesem Jahr verzeichnet die Kreishandwerkerschaft Stade einen Rekord mit 55 Innungsbesten. Im Vergleich: In 2016 und in 2014 gab es 49 junge Leute, die ihre Gesellenprüfung mindestens mit der Note zwei abschlossen. In 2015 waren es 47 und in 2013 sogar nur 37.

Höchste Ausbildungsquote

"Wir sind sehr stolz auf unsere aktuellen Ausbildungszahlen", sagt Detlef Böckmann, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Stade. "In unserem Bereich wurden dieses Jahr 551 neue Lehrverträge abgeschlossen - ein absoluter Rekord." Im Vergleich: Zwischen 2016 und 2011 waren es zwischen 546 und 499 neue Lehrlinge. "Mit diesen Zahlen hat unsere Kreishandwerkerschaft - verglichen mit den ursprünglichen, einzelnen Kreishandwerkerschaften - die meisten Neueintragungen im Bereich der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade", rechnet Detlef Böckmann vor. Als Ursachen für die guten Zahlen nennt er die strukturstarke Gegend sowie ausbildungswillige Betriebe. Besonders stark vertreten sind dabei die Gewerke Tischler, Kfz, Elektro und das Sanitärhandwerk.