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Handwerksforum in Stade: Weichen für die Zukunft stellen

Die duale Ausbildung im Handwerk ist eines der Themen des Festredners Hans Peter Wollseifer (Foto: ZVSHK)

Das Handwerksforum bildet den Abschluss der Innungsversammlungen im Herbst / Spannender Vortrag mit Hans Peter Wollseifer


sb. Stade. Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Handwerks-Innungen im Landkreis Stade, um Informationen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und sich weiterzubilden. Dabei übernimmt jedes Jahr eine andere Samtgemeinde die Rolle des Gastgebers. Diesen Herbst fanden die Treffen in der Samtgemeinde Apensen statt.

Krönender Abschluss der Herbst-Innungsversammlungen ist stets das Handwerksforum im Stadeum. In diesem Jahr findet der Festakt am Samstag, 28. November, mit geladenen Gästen statt. Prominenter Gastredner ist Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Er spricht zum Thema „Weichen für die Zukunft stellen - was Handwerk und Mittelstand bewegen“.

„Wir freuen uns sehr, Hans Peter Wollseifer für den Festvortrag gewonnen zu haben“, sagt Detlef Böckmann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Stade. „Als Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks ist er unsere höchste Instanz.“ Wollseifer (60) ist selbstständiger Maler- und Lackierermeister. Seit Anfang 2014 ist er Präsident des ZDH. Des Weiteren ist Wollseifer Präsident der Handwerkskammer Köln und Ehrenmeister der Maler- und Lackierer-Innung Rhein-Erft.

Als Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung „Pro Duale Ausbildung“ setzt sich Wollseifer stark für die Förderung der dualen Ausbildung - insbesondere im Handwerk - ein. In Anbetracht der Tatsache, dass es immer mehr Abiturienten gibt, die an die Hochschulen drängen, konnten in den vergangenen Jahren im Handwerk immer weniger Lehrstellen besetzt werden. Wollseifer wirbt deshalb in Deutschland um ein neues Bildungsverständnis. Neben den Hörsälen seien auch Betriebe und Berufsschulen Lernorte. Zudem plädiert der Handwerksmeister um weniger Theorielastigkeit und mehr Praxisbezug im Schulunterricht.

Im Landkreis Stade ist die Ausbildungslage im Handwerk noch gut. Die Innungen beteiligen sich regelmäßig an Berufsfindungsmärkten und Ausbildungsmessen. „In unseren Betrieben wird Ausbildung groß geschrieben“, sagt Detlef Böckmann. „Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2015 wurden 581 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen, das sind 25 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.“ Trotzdem hätten einige Gewerke Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen.

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft sieht Chancen für das Handwerk, wenn es gelingt, Flüchtlinge mit gesichertem Status für eine Ausbildung zu gewinnen. „Diesbezüglich läuft bereits eine Aktion der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, die wir gern regional unterstützen“, sagt Detlef Böckmann. „Ich stehe dem positiv gegenüber.“