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"Hertie-Neubau" wird kleiner

Ex-Hertie (hi. re.) an der Stockhausstraße soll durch einen Neubau mit zwei Ladenetagen und einem offenen Parkdeck ersetzt werden. An Stelle der Fußgängerbrücke (Mit.) zum Parkhaus (li.) tritt eine Autobrücke

Nach Einwänden von Anrainern: nur ein Parkdeck auf dem Kaufhaus am Pferdemarkt

tp. Stade. Der Kaufhaus-Neubau auf dem Areal des seit Jahren leerstehenden Ex-Hertie-Kaufhauses auf dem zentralen Platz "Pferdemarkt" in Stade wird kleiner als ursprünglich geplant. Unter anderem enthalten die neuen Pläne, die Investor Martin Schaer von Firma "Matrix" aus Hamburg kürzlich der Stadt vorlegte und die im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltfragen (ASU) diskutiert wurden, ein deutlich kleineres Parkhaus.

Gegen die Pläne auf der als „Kerngebietsentwicklung am Zeughaus“ bezeichneten Fläche hatten Wohnungseigentümer protestiert. Sie befürchteten einen durch das aus ihrer Sicht überdimensionierte Parkhaus auf dem Kaufhausdach zu starken Schattenfall auf die Nachbargebäude. Auch kritisierten sie die zunächst vorgesehene komplette Überbauung der Stockhausstraße.

Zwischenzeitlich haben die Stadtplaner in Kooperation mit dem Investor und dem Architekturbüro Buttge die Pläne angepasst. Auf dem Dach des Haupthauses soll es statt zwei Parkebenen nur noch ein offenes Parkdeck geben. Dadurch schrumpft die Höhe des Gebäudes um rund zwei Meter. Die Gesamtzahl der Pkw-Stellplätze auf dem Kaufhausdach und in dem bestehenden Parkhaus zwischen der Wallstraße und der Stockhausstraße sinkt dadurch von ca. 700 auf rund 450 Parkplätze.

Auch wird die Stockhausstraße nach den neuen Plänen nicht mehr überbaut. Stattdessen soll eine offene Rampe oder Brücke zwischen Parkhaus Wallstraße und Kaufhausdach errichtet werden, was die Überschattung der Nachbarhäuser ebenfalls reduziert.
Insgesamt verändert sich die Gestalt des Neubaus, der deutlich kleiner als die "Hertie"-Ruine ausfallen wird.

Der veränderte Bebauungsplan wird voraussichtlich Anfang April öffentlich ausgelegt. Vor der Sommerpause soll der endgültige Bebauungsplan aufgestellt werden. Dann kann der Abriss beginnen, der ursprünglich für Anfang des Jahres vorgesehen war.

Angesichts der Verzögerung scheint es fraglich, ob der neue Einzelhandelskomplex noch - wie ursprünglich angepeilt - zum Weihnachtsgeschäft 2015 eröffnet wird. "Ich habe zumindest Zweifel", so der ASU-Vorsitzende Hans-Hermann Ott (CDU), der die Planung als "äußerst kompliziert" bewertet. Und: Die Politik stehe weiter vor der schwierigen Aufgabe, dringend erforderliche innenstadtnahe Parkplätze zu schaffen.

Wie berichtet, plant "Matrix" einen Neubau mit 6.000 Quadratmetern Verkaufsfläche für Boutiquen und größere Geschäfte über ein bis zwei Ebenen, jeweils mit separaten Eingängen ähnlich "H&M" und "C&A" in der "Alten Post". Ins Untergeschoss soll ein Lebensmittelmarkt mit zusätzlichen 2.000 Quadratmetern einziehen.