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IHK Chefin zieht nach 100 Tagen Bilanz

Seit 100 Tagen Chefin der IHK Stade: Maike Bielfeldt.
at. Landkreis. Nicht mal ein Falschfahrer kann sie aus der Ruhe bringen: Maike Bielfeldt ist seit mehr als 100 Tagen Chefin der IHK Stade. Zeit genug, um den Landkreis Stade, seine Bewohner und Betriebe besser kennenzulernen. Aber auch die Straßen: Maike Bielfeldt wohnt zurzeit noch in Hamburg und pendelt täglich zur Arbeit. "Ich stand in dieser Zeit gefühlte 100 Stunden im Stau", gesteht sie. Auch einem Falschfahrer begegnete sie auf der A26.
Die A26 bis Hamburg freizugeben - das ist auch eine der Forderungen der Industrie-Unternehmen aus dem Landkreis Stade, die Maike Bielfeldt in einem Pressegespräch präsentierte.
In Gesprächen mit Betrieben und in Zusammenhang damit, dass die Zukunftschancen für Akademiker immer schlechter werden, fordert die IHK Stade einen über die Kreisgrenzen reichenden Zusammenschluss von Betrieben. Maike Bieldfeldt ruft die Unternehmen auf, mehr Praktikumsplätze anzubieten und sich für Ausbildungskandidaten attraktiver zu machen. Viele neue Auszubildende wünschen sich ein Mitspracherecht im Unternehmen. Der Vorteil: Sie werden schon frühzeitig an das Unternehmen gebunden.
Gerade bei Gymnasiasten sei laut IHK-Chefin das Problem, das viele direkt ins Studium starten. Am Ende bricht ein Drittel das Studium wieder ab. Maike Bielfeldt rät deshalb: Erst eine Berufsausbildung und daran anschließend eine individuelle Weiterbildung zu absolveiren. Auch die Berufsorientierung an den Gymnasien müsse sich verbessern: Lehrer wüssten oft gar nicht, dass es über 300 Ausbildungsberufe gäbe.
In Gesprächen mit Unternehmen habe Maike Bielfelfdt viel Stolz und Selbstbewusstsein der Betriebe vor Ort bemerkt. "Ich bin in Stade sehr gut aufgenommen worden", sagt sie. Einem Umzug steht deswegen nichts mehr im Wege. Sie und ihr Sohn Falk (8) packen ihre Sachen und ziehen in wenigen Tagen in den Landkreis. Damit bleibt ihr künftig auch der Berufsverkehr von und nach Hamburg erspart.