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Job-Angst bei den Stiftungs-Mitarbeitern

Demonstrierten stellvertretend für rund 50 Mitarbeiter des Heimes der Jung-Stiftung (v. li.): Claudie Wichers, Monika Kühn, Ina Helmke und Andrea Dombrowski

Ernst und Claere Jung-Stiftung chließt im Jahr 2016 Alten- und Pflegeheim am Benedixweg s

tp. Stade. "Lasst uns nicht im Regen stehen!", prangte auf einem Transparent, das Mitarbeiter des Senioren- und Pflegeheims der Ernst und Claere Jung-Stiftung am Benedixweg in Stade am Freitag bei einer Mahnwache hochhielten. Grund zur Sorge bereitet den rund 50 Mitarbeitern die von der Jung-Stiftung beschlossene Schließung der Einrichtung im Jahr 2016 aufgrund eines teuren Sanierungsstaus. Die Protestaktion fand zeitgleich mit dem Neujahrsempfang der Stiftung statt, bei der Entscheidungsträger zu Gast waren.

Zwar errichtet die Stiftung im neuen Stader Wohngebiet Heidesiedlung Riensförde eine Einrichtung für betreutes Wohnen und Wohnen mit Service, doch die Angestellten befürchten aufgrund möglicher Rationalisierungsmaßnahmen um ihre Arbeitsplätze. Ob sämtliche 50 Mitarbeiter an den neuen Standort mitgenommen werden, sei derzeit noch unklar, sagt Stiftungsvorstand, Superintendent Dr. Thomas Kück auf WOCHENBLATT-Nachfrage, und verweist auf den offenen Planungsstand in Riensförde. "Zu den komplexen Zusammenhängen können wir derzeit leider keine verbindlichen Aussagen treffen."

In direkter Nachbarschaft zum betreuten Wohnen der Jung-Stiftung hat die Stadt Stade aktuell ein Grundstück für ein neues Seniorenheim öffentlich zum Verkauf ausgeschrieben. Das Verfahren läuft noch. Der neue Betreiber soll mit der Stiftung kooperieren. Einerseits weckt das Vorhaben bei den Mitarbeitern der Jung-Stiftung die Hoffnung auf eine Einstellung bei dem neuen Arbeitgeber, andererseits befürchten sie Lohneinbußen.

Dr. Kück, der vor Ort mit den Demonstrantinnen sprach, sagte, er habe größtes Verständnis für die Proteste und Ängste der Mitarbeiter.