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"Keine Milchschwemme erwartet"

Die Milchbauern aus der Region haben ihre Viehbestände bereits an die neuen Gegebenheiten angepasst

Landwirte aus der Region haben sich auf Wegfall der Kontingentierung eingestellt

tp. Stade/Buchholz. Die Landwirte in den Landkreisen Stade und Harburg sind auf den Wegfall der europaweiten Milchquote ab April gut vorbereitet: Die Abschaffung der Quote ohne Ersatzregelung sei allen seit dem Jahr 2010 bekannt gewesen, sagt Ulrich Peper, Geschäftsstellenleiter der Landwirtschaftskammer in Buchholz, der sich für seine Kunden über einen massiven Bürokratie-Abbau freut, den die neue Entwicklung mit sich bringt.

Laut Ulrich Peper haben sich die Milchproduzenten in der Nordheide über mehrere Jahre hinweg auf die neuen Gegebenheiten eingestellt. Einige hätten ihre Herden vergrößert, andere hätten die Milcherzeugung aufgegeben.

Peper hofft, dass die Molkereien bei ihrer Zusage bleiben, auch künftig jeden Liter Milch von den Erzeugern und Erzeugergemeinschaften abzunehmen. Nach dem Wegfall der Kontingentierung geht Peper jedoch von stärker schwankenden Produktionsmengen aus, einher gehend mit einer höheren Preisdynamik. Angesichts der aktuell historisch tiefen Erzeugerpreises von 26 Cent je Liter würden einige Landwirte daher auch bange in die Zukunft blicken.

Bislang regelte die Milchquote das Kontingent jedes einzelnen Betriebes und sorgte dadurch für Preisstabilität auf dem Milchmarkt. Höfe, die zu viel Milch produzierten, mussten hohe Geldstrafen zahlen. Kritiker befürchten, dass infolge der Abschaffung der Milchquote die Produktion weiter ansteigt und die Preise langfristig weiter sinken.

Diplom-Agrar-Ingenieur Rolf Hahn, Ringleiter des auf der Stader Geest tätigen Beratungsringes Oldendorf, der rund 190 Mitgliedsbetriebe in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten, der Gemeinde Kutenholz, sowie in Agathenburg und den Stader Ortsteilen Hohenwedel, Haddorf und Wiepenkathen, vertritt, ist sich sicher, "dass es in unserer Region keine spontane Milchschwemme geben wird - und somit auch kaum Betriebe, die durch das Auslaufen der Quote in ihrer jetzigen Wirtschaftsweise beeinflusst werden".