Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Keine Ruhe bei Burger King: Ex-Franchisenehmer meldet Insolvenz an

jd. Stade. Auf die Schließung aller Filialen folgt jetzt die Firmenpleite: Die Yi-Ko Holding, bis vor kurzem größter deutscher Franchisepartner von Burger King - hat für ihr Tochterunternehmen "Burger King GmbH" Insolvenz angemeldet. Der Leiter des Amtsgerichts Stade, Willi Wirth, bestätigte gegenüber der Presse, dass am Mittwoch ein Insolvenzantrag der Stader Firma eingegangen ist. Als Grund sei Überschuldung angegeben werden. Zum Insolvenzverwalter ist der Hamburger Anwalt Marc Odebrecht bestellt worden. Odebrecht ist für die Sozietät "GÖRG" tätig, eine der führenden Wirtschaftskanzleien in Deutschland. Deren Insolvenz-Experten wickelten unter anderem den Quelle-Konkurs ab.
Zuvor hieß es aus der Deutschland-Zentrale von Burger King in München, dass die in den vergangenen Tagen stattgefundenen Gespräche mit Yi-Ko zu keinem Ergebnis geführt hätten. Anfang der Woche schien es noch so, dass eine Lösung des Konfliktes zwischen dem Burger King - Konzern und dem fristlos gekündigten Franchisenehmer Yi-Ko in greifbare Nähe gerückt sei. Auf dem Spiel stehen nun die 3.000 Arbeitsplätze in den 89 geschlossenen Fastfood-Restaurants.
Derzeit ist auch noch offen, ob die Beschäftigten der 100-prozentigen Yi-Ko-Tochter "Burger King GmbH" ihre Löhne erhalten haben. Die Zahlungen sind immer zum 10. eines Monats fällig. In verschiedenen Medien wird vermutet, dass der Insolvenzantrag mit der anstehenden Auszahlung der Löhne zusammenhängt. Die Bezahlung der Yi-Ko - Mitarbeiter ist wohl vorerst über das sogenannte Insolvenzgeld abgesichert. Durch die Insolvenz eröffnen sich womöglich auch für die Mitarbeiter neue Perspektiven. Es besteht jetzt die Chance, dass einzelne Filialen von anderen Betreibern übernommen werden. Der Weg sei jetzt frei für einen kompletten Neuanfang, erklärte ein Sprecher von Burger King Deutschland. Der Konzern hatte sich nach heftigen Querelen um Hygiene-Missstände und schlechte Arbeitsbedingungen im November von seinem Franchisenehmer Yi-Ko getrennt.
Verwirrendes Namensspiel: Die "Burger King GmbH" mit Sitz in Stade ist nicht mit dem Konzern Burger King, dessen Deutschland-Zentrale sich in München befindet, zu verwechseln. Zur "Burger King GmbH" gehören alle 89 Schnellrestaurants, die die Yi-Ko Holding im Mai 2013 übernommen hat. Diese Filialen waren zuvor direkt Burger King Deutschland unterstellt. Eigens für den Kauf wurde die Yi-Ko Holding gegründet. Der Name steht für die beiden damaligen Eigentümer Ergün Yildiz und Alexander Kolobov. Yildiz ist inzwischen aus dem Unternehmen ausgeschieden.