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Konzepte für den Einzelhandel: IHK Stade stellt Wirtschaftsbericht vor

Eine Übersicht über die Einzelhandelskonzepte im Elbe-Weser-Raum (Foto: Graphik: IHK)
lt/nw. Stade. Schon längst gibt es nicht mehr in jedem Ort ein Lebensmittelgeschäft. Viele Menschen müssen - insbesondere auf dem Land - teilweise weite Wege in Kauf nehmen, um einkaufen zu können. Während 1973 noch 98 Prozent der Einwohner direkt an ihrem Wohnort einkaufen konnten, leben heute 26 Prozent der Einwohner in Orten ohne Grundversorgung. Spätestens 2025 wird jeder zweite Bewohner zum Einkaufen fahren müssen.
Um diese Entwicklung ging es jetzt u.a. bei der Vorstellung des Wirtschaftsberichts der IHK Stade. Die IHK rät Kommunen dazu, durch Einzelhandelskonzepte die Ansiedlung neuer Einzelhandelsmärkte zu steuern und dabei auch regionale Aspekte zu berücksichtigen.
Bislang verfügen nur etwas mehr als die Hälfte aller Kommunen im Elbe-Weser-Raum über ein Einzelhandelskonzept, so IHK-Präsident Lothar Geißler. Er hob hervor, dass es zukünftig immer wichtiger werde, insbesondere bei der Nahversorgung eine klare Linie zu verfolgen. Es sei daher hilfreich, auch über Gemeindegrenzen hinweg zusammenzuarbeiten. Gerade vom demografischen Wandel besonders betroffene Gebiete könnten sich so gegenseitig unterstützen.
Die IHK bietet allen Gemeinden ihre Unterstützung bei der Erstellung oder Überarbeitung von Einzelhandelskonzepten an. Im Landkreis Stade verfügen alle Kommunen über Einzelhandelskonzepte.

Insgesamt werden im Handel ca. 22 Prozent der Bruttowertschöpfung in der Region erzeugt. Ein beachtlicher Wert, bemerkt Lothar Geißler. Aber auch für die anderen Branchen findet der Präsident viel Lob: „In allen fünf Landkreisen unseres Kammerbezirks ist die Wirtschaft gut aufgestellt.“
Eine wesentliche Stärke des Elbe-Weser-Raums liege in der Vielfalt der Unternehmen. Vor allem die Betriebe in der Ernährungswirtschaft, z. B. Geti Wilba in Bremervörde, Mars in Verden oder Paradise in Drochtersen, hätten sich als wenig anfällig für Konjunkturschwankungen erwiesen. Zahlreiche dieser Unternehmen seien auch in der Wirtschaftskrise verlässliche Stützen für die Region gewesen.

Die IHK-Vollversammlung wird im Oktober neu gewählt. Präsident Geißler warb für die Kandidatur und den Gang zur Wahlurne: „Ich lade jeden Unternehmer und jede Unternehmerin ein, die Kammer mitzugestalten.“
Geißler tritt nach sechs Jahren ehrenamtlicher Amtszeit nicht wieder an. IHK-Hauptgeschäftsführer Jörg Orlemann wechselt im April zur IHK in Kiel. Seine Nachfolgerin wird Maike Bielfeld.

Der Wirtschaftsbericht der IHK Stade als Download: www.stade.ihk24.de