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Mit dem Projekt "Wind-Wasserstoff-Wirtschaft" die Wirtschaft in Stade nachhaltig stärken

Überzeugt vom Projekt Wind-Wasserstoff: Landrat Michael Roesberg, Dow-Chef Dieter Schnepel, ChemCoast-Geschäftsführerin Renate Klingelberg, Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber und Thomas Dreschel aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium (v. li.) (Foto: Landkreis Stade)
lt. Stade. Das Projekt "Wind-Wasserstoff-Wirtschaft" könnte sich zu einem Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende entwickeln und die Wirtschaft im Landkreis Stade nachhaltig stärken. Davon sind Landrat Michael Roesberg und Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber überzeugt.
Sie trafen sich kürzlich mit Vertretern und Experten aus Politik und Wirtschaft im Stader Kreishaus, um über die Studie "Fahrplan zur Realisierung einer Windwasserstoff-Wirtschaft in der Region Unterelbe" zu diskutieren. Die Studie wurde von Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gemeinsam mit mehr als 20 Unternehmen initiiert und vom Interessenverband ChemCoast e.V. beauftragt. Sie verdeutlicht, wie Wind-Wasserstoff künftig bedarfsgerecht gespeichert, abgerufen und verwendet werden kann.
Mit Hilfe der "Wind-Wasserstoff-Wirtschaft" wäre es möglich, Strom aus Windkraftanlagen zu speichern. Und zwar, indem der Strom in Wasserstoff umgewandelt wird.
Das funktioniert so: Wasser wird mit Hilfe von starken Stromspannungen in die Gase Wasserstoff und Sauerstoff gespalten (Elektrolyse). Der Wasserstoff kann in sogenannten Salzkavernen gespeichert werden, von denen es im Landkreis Stade viele gibt.
Durch Pipelines kann das Gas dann dorthin gepumpt werden, wo es gebraucht wird: In Industriebetriebe, die Wasserstoff verarbeiten, in Kraftwerke, die daraus Strom gewinnen oder zu Verkehrsbetrieben, die mit Wasserstoff Busse antreiben.
Der Interessenverband ChemCoast hat einen Fahrplan für das Projekt erstellen lassen. Demnach werden zwischen 2015 und 2025 Elektrolyse-Anlagen in Hamburg, Brunsbüttel und Stade gebaut. Dazu gehört ein Pipelinenetz sowie ein Wasserstoffspeicher in einer Salzkaverne bei Stade.
"Unsere Region ist besonders geeignet für die Wind-Wasserstoff-Wirtschaft", so Dow-Geschäftsführer Dieter Schnepel. So verfüge die Dow in Stade seit 40 Jahren über Erfahrungen in der Elektrolyse, im Umgang mit Wasserstoff sowie in der sicheren Speicherung von Gas.
Für den Wasserstoff würde eine spezielle Kaverne erschlossen, so Schnepel. Es wäre die erste in ganz Deutschland.
Die Kosten für das Projekt im Dreieck Hamburg, Brunsbüttel, Stade würden sich nach Schätzungen von ChemCoast auf rund 531 Mio. Euro belaufen. Realisiert werden könne das Projekt nur dann, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechend geändert würden, so ChemCaoast-Geschäftsführerin Renate Klingenberg. U.a. wäre eine Befreiung von der EEG-Umlage nötig, da sich das Projekt sonst nicht rechnen würde.